Wer sich den Wunsch vom eigenen Haus erfüllen möchte, steht schnell vor der Frage: Fertighaus oder Massivbau? Dank kurzer Bauzeiten, großer Gestaltungsfreiheit und transparenter Preise entscheiden sich immer mehr Bauherren für ein Fertighaus.
- Suche in unserer Datenbank nach deinem Fertighaus
- Fertighaus Marktüberblick: Haustypen, Ausbaustufen & Kosten
- FAQ zum Fertighaus – kompakte Antworten
- Was kostet ein gutes Fertighaus?
- Tipps zur Finanzierung eines Fertighauses
- Kann man mit 300.000 € ein Haus bauen?
- Grundstückskauf – so viel kostet dich Bauland
- Ist ein Fertighaus wirklich günstiger?
- Wie viel kostet ein Fertighaus schlüsselfertig?
- Ausbaustufen Fertighaus: Leistungen & Kosten im Überblick
- Kosten Fertighaus: Übersicht nach Quadratmeter und Gesamtfläche
- Grundlegendes zum Fertighaus: Definition, Bauweise & Individualisierung
- Fertighaus und Massivbau im Vergleich
- Fertighaus: Definition, Bauweise, Unterschiede zum Massivbau
- Welche Fertighaustypen gibt es?
- Fertighaus Typen im Überblick: Eigenschaften & Vorteile
- Die 3 beliebtesten Häuser auf unserem YouTube-Kanal
- Ausbaustufen beim Fertighaus: Kostenanteil & Ersparnis im Vergleich
- Materialien und Technik
- Architektur trifft Funktion: Der perfekte Grundriss
- Erfahrungsberichte aus der HausbauHelden Community
- Fertighaushersteller vergleichen: Checkliste für Bauherren
- Wie hoch ist die Lebensdauer eines Fertighauses?
- Fazit
Fertighaus Marktüberblick: Haustypen, Ausbaustufen & Kosten
Aspekt | Details |
---|---|
Vorteile Fertighaus | Hoher Gestaltungsfreiraum, kurze Bauzeit, große Auswahl an Fertighaus-Typen. |
Haustypen | Tiny House, Bungalow, Einfamilienhaus, Stadtvilla, Mehrgenerationenhaus. |
Ausbaustufen |
Technikfertig: inkl. Heizung, Elektro- und Sanitärvorinstallation. Schlüsselfertig: bezugsfertig, meist fehlen nur Malerarbeiten oder Bodenbeläge. |
Preisspanne | Schlüsselfertiges Fertighaus: ca. 2.500–3.500 € pro m². |
Gesamtkosten | Kompakte, standardisierte Fertighäuser ab ca. 170.000 €. |
Nebenkosten | Zusätzlich 15–20 % (ohne Grundstück): Notar, Steuern, Erschließung, Außenanlagen. |
Hinweis: Alle Preisangaben für Fertighäuser sind Richtwerte und können je nach Anbieter, Region und Ausstattung variieren.
FAQ zum Fertighaus – kompakte Antworten
Frage | Antwort |
---|---|
Was kostet ein Fertighaus pro Quadratmeter? | Je nach Anbieter und Ausstattung liegen schlüsselfertige Fertighäuser typischerweise bei ca. 2.500–3.500 € pro m². Es handelt sich um Richtwerte, regionale Abweichungen sind möglich. |
Was bedeuten die Ausbaustufen „Technikfertig“ und „Schlüsselfertig“? | Technikfertig: Heizung sowie Elektro- und Sanitärvorinstallation sind enthalten, Teile des Innenausbaus macht der Bauherr selbst. Schlüsselfertig: Das Haus ist bezugsfertig; üblicherweise fehlen nur optionale Malerarbeiten oder Bodenbeläge – bitte die Leistungsbeschreibung im Bauvertrag prüfen. |
Welche Fertighaus-Typen gibt es? | Gängige Typen sind Tiny House, Bungalow, Einfamilienhaus, Stadtvilla und Mehrgenerationenhaus. Hersteller bieten architektengeplante Grundrisse mit verschiedenen Ausstattungen. |
Mit welchen Nebenkosten muss ich beim Fertighaus rechnen? | Zusätzlich zum Hauspreis fallen meist 15–20 % Nebenkosten an – z. B. Notar und Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Erschließung/Anschlüsse sowie Außenanlagen. Das Grundstück ist nicht enthalten. |
Ab welchen Gesamtkosten kann ein Fertighaus realisiert werden? | Kompakte, standardisierte Fertighäuser starten je nach Anbieter und Ausstattung ab etwa 170.000 €. Die tatsächlichen Gesamtkosten hängen stark von Größe, Energie- und Ausstattungsniveau ab. |
Welche Vorteile hat ein Fertighaus? | Hoher Gestaltungsfreiraum, kurze Bauzeit, verlässlicher Baufortschritt und verbesserte Qualitätskontrolle durch industrielle Vorfertigung. Individuelle Anpassungen sind innerhalb der standardisierten Bauweise möglich. |
Was kostet ein gutes Fertighaus?
Beim Kauf eines Fertighauses liegt das gesamte Bauprojekt von Beginn an in der Hand des Fertighausanbieters, sodass du dich um nichts weiter kümmern musst. Du bist dann strenggenommen nicht Bauherr*in, sondern Käufer*in eines Hauses.
Die Kosten für ein Fertighaus variieren je nach Anbieter, Hausgröße, Leistungsbeschreibung und Ausbaustufe sowie individuellen Anforderungen. Bei der Ausbaustufe „Ausbauhaus“ sind die Kosten in der Regel niedriger, da du als Bauherr*in den Innenausbau selbst übernimmst oder Gewerke nach Bedarf delegierst (die Ausbaustufe beschreibt den Fertigstellungsgrad eines Hauses, von roh bis bezugsfertig). Der Kaufpreis umfasst die wetterfeste Struktur des Hauses, einschließlich Dach, Fenster und Außentüren. Alle weiteren Arbeiten wie Elektroinstallation, sanitäre Anlagen und Bodenbeläge liegen in der Verantwortung der Bauherr*innen. Durch Eigenleistung können Einsparungen bei den Gesamtbaukosten erzielt werden. Auch vorgeplante Entwürfe können günstiger sein.
Sehr wichtig für private Bauherr*innen ist vor allem die Kostensicherheit. Bei der Einzelvergabe von Gewerken kommt es sehr oft zu Baukostenüberschreitungen, Zeitverzögerungen und u.U. Gewährleistungsproblemen. Auch beim Fertighaus darfst du nicht vergessen: den Endpreis hast du erst dann, wenn die Bemusterung abgeschlossen ist und die Baunebenkosten sowie die Bodenplatte oder der Keller fertig kalkuliert sind. Es ist also wichtig, zu beachten, dass die Gesamtkosten eines Fertighauses nicht nur den Kaufpreis umfassen, sondern auch die Grundstückskosten, eventuelle Baunebenkosten und individuelle Anpassungen.
Tipps zur Finanzierung eines Fertighauses
Tipp | Empfehlung |
---|---|
Gesamtkostenkalkulation | Berücksichtige neben dem Hauspreis unbedingt alle Baunebenkosten (15–20 %). |
Eigenkapital | Plane mindestens 10–20 % der Gesamtkosten als Eigenkapital ein – für bessere Finanzierungskonditionen. |
Zinsbindung | Eine lange Zinsbindung von 10–15 Jahren sorgt für Planungssicherheit. |
Fördermittel | Nutze staatliche Förderungen wie KfW-Darlehen für energieeffiziente Fertighäuser. |
Zahlungsplan | Achte auf transparente Abschlagszahlungen, die sich am Baufortschritt orientieren. |
Versicherungen | Frühzeitig Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung und weitere wichtige Policen abschließen. |
Finanzierungsberatung | Vergleiche Angebote von verschiedenen Banken und unabhängigen Baufinanzierungsberatern. |
Kann man mit 300.000 € ein Haus bauen?
Ja – und zwar durchaus realistisch, zumindest im Segment kleiner, clever geplanter Fertighäuser. Als Beispiel zeigt SchwörerHaus im erwähnten Video und bei der Vorstellung im Musterhauszentrum Ulm ein Modell namens „Raumwunder“: Ein Fertighaus mit etwa 107 m² Wohnfläche, das bezugsfertig ab Oberkante Bodenplatte für ca. 278 000 € erhältlich ist – bei hochwertiger Basisausstattung, aber durch optimierte Raumplanung preislich attraktiv gehalten.
Zur Einordnung: Generell bewegen sich Fertighaus-Preise im mittelpreisigen Segment laut Wikipedia zwischen 1 800 und 2 500 € pro m². Das würde bei einem Haus dieser Größe mindestens ca. 193 000–268 000 € im Grundpreis ergeben – allerdings ohne Grundstück, Nebenkosten oder individuelle Zusatzausstattung.
Bei einem Budget von 300 000 € kannst du also auf:
- kompakte, schlüsselfertige Fertighäuser mit intelligentem Grundriss,
- hochwertige Basisausstattung,
- und teilweise flexible Gestaltung (z. B. verschiedene Dachformen, Zusatzelemente wie Carport oder Überdachung) hoffen, wie beim „Raumwunder“ von SchwörerHaus demonstriert.
Je nach Anbieter und Ausstattung kannst du in diesem Preisrahmen sogar auf bis zu ~200 m² Wohnfläche kommen, insbesondere bei Ausbauhäusern oder mit handwerklicher Eigenleistung – bei weiterhin hohem Energiestandard und Individualität.
Grundstückskauf – so viel kostet dich Bauland
Im Vorfeld zum Hausbau steht der Grundstückskauf an. Was die Kosten angeht, so können sich die Baulandpreise je nach Region stark unterscheiden. Die Preise für den Quadratmeter Bauland in deiner Region kannst du dieser Karte auf der Seite Deutschlandatlas entnehmen. Erschwert wird die Grundstückssuche in der Regel dadurch, dass Grundstücke vor allem in Ballungsgebieten rar sind. Daher gibt es immer mehr Fertighausanbieter, die auch die Grundstücke gleich mit anbieten.
Auch bei der Grundstückssuche solltest du natürlich Wert auf Qualität legen. Hast du ein geeignetes Grundstück gefunden, so informiere dich unbedingt über die Möglichkeiten der Bebaubarkeit, d.h. was das vor Ort geltende Baurecht genau baulich ermöglicht und ob dies mit deinen individuellen Wünschen und Vorstellungen übereinstimmt.
Ist ein Fertighaus wirklich günstiger?
Fertighäuser sind nicht billiger als Massivhäuser. Das war in den Nachkriegsjahren so, allerdings haben moderne Fertighäuser von heute mit denen aus den Nachkriegsjahren nichts mehr gemein. Denn im Laufe der Jahre erlebten sie eine enorme Qualitätsoffensive. Und so sind Fertighäuser, die in den 90er Jahren und später gebaut wurden, in Bezug auf Werterhalt und Langlebigkeit – aber auch im Preis – anderen Häusern gleichzusetzen.
Die von Fertighausherstellern genannten Kaufpreise für ein Haus beziehen sich üblicherweise auf die angebotene Standardausstattung, sodass es sich bei diesen Kaufpreisen meist um Minimalpreise handelt und sie daher günstiger erscheinen. Jeder Änderungswunsch kostet einen gewissen Aufpreis, sodass die Gesamtkosten sich rasch denen eines individuell geplanten Hauses anpassen. Da die Kosten aber vorab vertraglich festgelegt werden, hast du von Anfang an Sicherheit in der Kostenplanung.
Wie viel kostet ein Fertighaus schlüsselfertig?
Die Kosten für ein schlüsselfertiges Fertighaus können je nach Ausstattung und individuellen Anforderungen variieren. Denn stärker als von der Bauart hängen die Preise von Ausstattung und Qualität ab. Hier muss man meist mit mehreren tausend Euro pro Quadratmeter rechnen.
In der Regel umfasst der Kaufpreis beim Fertighaus schlüsselfertig fast die gesamten Baukosten, von der Planung bis zur Fertigstellung des Hauses. Dabei sind bereits alle Innenausbauten, wie Elektroinstallation, sanitäre Anlagen und Bodenbeläge, enthalten. Nicht enthalten sind die Kosten für Erdaushub, Fundamente und Bodenplatte. Meist bieten Fertighaushersteller diese Zusatzposten im Paket mit dem gekauften Haus an.
Manche Fertighaus Anbieter bieten ihren Kunden zudem eine Festpreisgarantie von mindestens zwölf Monaten. Um den genauen Preis für ein schlüsselfertiges Fertighaus zu ermitteln, ist es ratsam, eine individuelle Kostenaufstellung anzufordern. Welche Leistungen bei der schlüsselfertigen Übergabe enthalten sind, solltest du unbedingt vor dem Kauf vertraglich festlegen, damit du im Hinblick auf die Kosten später keine unliebsamen Überraschungen erlebst.
In der Tabelle siehst du die Kosten für ein beispielhaftes 375.000 € teures und 150 qm großes Fertighaus schlüsselfertig (basierend auf den durchschnittlichen Quadratmeterpreisen). Im Vergleich dazu sind zudem die Kosten angegeben, die bei einer anderen Ausbaustufe für ein solches Haus anfallen:
Ausbaustufen Fertighaus: Leistungen & Kosten im Überblick
Ausbaustufe | Herstellerleistung / Eigenleistungen | Kostenanteil am schlüsselfertigen Preis | Beispielkosten für 150 m² (Gesamt 375.000 € schlüsselfertig) |
---|---|---|---|
Fertighaus schlüsselfertig | Haus komplett bezugsfertig: inkl. Bodenbeläge, Malerarbeiten, Sanitärobjekte, Innentüren etc. – man kann direkt einziehen (Bauvertrag prüfen!) | 100 % | ca. 375.000 € |
Fast schlüsselfertig / Bezugsfertig | Rohbau steht, Haustechnik installiert, Estrich verlegt, Wände gespachtelt/grundiert; Eigenleistung: Bodenbeläge, Tapeten/Anstriche, Sanitärobjekte, Innentüren | ca. 85–95 % | ca. 318.750–356.250 € |
Ausbauhaus / Technikfertig | Äußerer Rohbau (Wände, Dach, Fenster, Haustür) inkl. Haustechnik (Heizung, Sanitär- & Elektro-Rohinstallation); Eigenleistung: Dämmung, Trockenbau, Malerarbeiten, Bodenbeläge etc. | ca. 60–75 % | ca. 225.000–281.250 € |
Hinweis: Werte sind Richtgrößen und variieren je nach Anbieter, Region und Ausstattung. Bei „Ausbaustufen Fertighaus“ immer die exakten Leistungsbeschreibungen im Bauvertrag prüfen.
Kosten Fertighaus: Übersicht nach Quadratmeter und Gesamtfläche
Kostenpunkt / Faktor | Beschreibung & Schätzung |
---|---|
Kosten pro Quadratmeter | Im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich je Quadratmeter, abhängig von Ausstattung. Typische Spanne: ca. 2.000–5.000 € pro m². |
Gesamtkosten für 150 m² | In der Regel im mittleren sechsstelligen Bereich. Grobe Spanne: ca. 200.000–700.000 € für ein Fertighaus mit 150 m² Wohnfläche. |
Hinweis: Richtwerte – tatsächliche Kosten variieren je nach Anbieter, Region, Energiestandard und Ausstattung.
Die Kosten für ein Fertighaus können stark variieren, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Standort, Ausstattung, Baufirma, Bauweise, Materialien und individuelle Vorlieben der Bauherr*innen. In einigen Regionen könnten die Kosten für ein Fertighaus pro Quadratmeter höher oder niedriger sein als in anderen.
Grundlegendes zum Fertighaus: Definition, Bauweise & Individualisierung
Fertighaus und Massivbau im Vergleich
Je nachdem, ob du ein Fertighaus aus Holz oder ein Massivhaus baust, gibt es natürlich Unterschiede in der Konstruktion. Man kann nicht generell sagen, dass die eine oder andere Konstruktionsweise besser ist.
So haben Massivhäuser beispielsweise fast immer einen besseren Schallschutz, weil sie dem Schall mit massiven Bauteilen mehr Masse entgegensetzen können. Zudem punktet der Massivbau neben einer besonders robusten Bauweise und einer hohen Wertbeständigkeit auch mit einer höheren Winddichtigkeit sowie einer besseren Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlung. Ein Massivhaus wird gegenüber einem Fertighaus in der Regel etwas länger genutzt.
Die Holzfertigbauweise lässt einerseits hohe Dämmstoffstärken zu, andererseits garantiert die industrielle Vorfertigung nicht nur eine kürzere Bauzeit, sondern auch eine hohe Präzision und daraus resultierend eine garantierte Dichtheit der Gebäudehülle. So weisen Holzfertighäuser meist eine sehr gute Energieeffizienz auf, da Holz als natürlicher Dämmstoff den Wärmeverlust minimiert. Auch ist das Witterungsrisiko während der Bauphase auf ein Minimum reduziert, und viele schätzen an einem Fertighaus die Tatsache, dass man sich vor dem Kauf ein Musterhaus ansehen kann, um so ein konkretes Bild vom zukünftigen Zuhause zu bekommen. Darüber hinaus ist Holz ein nachwachsender Rohstoff und steht für eine ökologische Bauweise.
Fertighaus: Definition, Bauweise, Unterschiede zum Massivbau
Aspekt | Erläuterung |
---|---|
Definition Fertighaus | Große Rohbauteile (Wände, Decken, Dachelemente) werden im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. |
Bauweise & Ablauf | Industrielle Vorfertigung im Werk, anschließende Schnellmontage am Grundstück; führt zu präziser Ausführung und verlässlichem Baufortschritt. |
Qualitätssicherung | Standardisierte Prozesse und Trocknungsprozesse im Werk verbessern die Qualität; kontrollierte Bedingungen statt Witterungseinflüssen. |
Unterschied zum Massivbau | Massivbau entsteht Schicht für Schicht auf der Baustelle; beim Fertigbau werden vorgefertigte Module zusammengesetzt – präziser und oft schneller. |
Planung & Technik | Aspekte wie Statik, Wärmeschutz und Nachhaltigkeit werden bereits in der Planungsphase berücksichtigt. |
Individualisierung | Kein „Haus von der Stange“: Architekten-geplante Haustypen, Grundrisse und Ausbaustufen stehen zur Wahl; individuelle Wünsche im Rahmen der standardisierten Bauweise möglich. |
Kernvorteile im Überblick |
|
Welche Fertighaustypen gibt es?
Es gibt verschiedene Typen von Fertighäusern. Sie unterscheiden sich in ihrem Design, ihrer Bauweise und ihren Eigenschaften. Zu den gängigsten Fertighaustypen gehören Bungalows, Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Stadtvillen und Mehrfamilienhäuser. Im Folgenden wollen wir nun näher auf die einzelnen Haustypen eingehen und passende Beispiele präsentieren.
Einfamilienhaus
Das Einfamilienhaus ist ein beliebter Fertighaustyp, der für eine Familie ab 3 Personen konzipiert ist. Es bietet Privatsphäre, Platz und Flexibilität für die individuellen Bedürfnisse aller Bewohner*innen sowie viel Raum für Gestaltungsmöglichkeiten, was beispielsweise die Dachform oder die Optik der Hausfassade angeht. Es ermöglicht den Bewohner*innen den direkten Zugang zu verschiedenen Freiflächen - sei es zu öffentlichen wie Straße oder Weg oder zu privaten wie Garten, Terrasse oder Innenhof. Wahlweise lässt sich das Einfamilienhaus noch mit einer Einliegerwohnung erweitern.
Bungalow
Der Bungalow zeichnet sich durch seine ebenerdige Bauweise aus. Zudem besitzt er in der Regel auch keinen Keller. Bungalows bieten eine barrierefreie Wohnlösung und eignen sich besonders gut für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für diejenigen, die ein komfortables und zugängliches Zuhause suchen und schon bei der Planung des Hauses ans altersgerechte Wohnen denken. Voraussetzung für den Bau eines Bungalows ist das Vorhandensein eines ausreichend großen Grundstücks.
Stadtvilla
Die Stadtvilla ist ein eleganter und repräsentativer Fertighaustyp, der sich durch seine architektonische Gestaltung und großzügige Wohnfläche auszeichnet. Das Gebäude ist freistehend, hat oftmals einen quadratischen Grundriss und besitzt mindestens zwei Vollgeschosse. Bei der Dachform handelt es sich in der Regel um ein flaches Walmdach, Zeltdach oder Flachdach. Eine Stadtvilla bietet eine Kombination aus urbanem Wohnen und modernem Komfort. Sie ist ideal für Familien oder Menschen, die ein anspruchsvolles und stilvolles Zuhause suchen. Stadtvillen sind sowohl in städtischer Umgebung als auch in ländlichen Gegenden zu finden.
Doppelhaus
Ein Doppelhaus im Fertighausbau ist eine Wohnform, bei der zwei separate Wohnhälften in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht sind, wobei jede Hälfte eine eigenständige Wohneinheit bildet. Im Gegensatz zu einem freistehenden Einfamilienhaus teilen sich die beiden Hälften eine gemeinsame Wand und eine Grundstücksgrenze. Doppelhaushälften sind meist kostengünstiger zu verwirklichen, da das benötigte Grundstück kleiner ausfallen kann. Zudem sind die Betriebskosten etwas geringer, da die Wand zum Nachbarn keine Außenwand darstellt und Wärmeverluste auf diese Seite begrenzt werden.
Mehrfamilienhaus
Das Mehrfamilienhaus ist ein Fertighaustyp, der für mehrere Familien oder Haushalte konzipiert ist. Oftmals wird es auch als Mehrgenerationenhaus bezeichnet. Es bietet innerhalb eines Gebäudes separate Wohneinheiten mit separaten Eingängen und eignet sich ideal für mehrere Familien oder Paare, die gemeinsam unter einem Dach leben möchten.
Fertighaus Typen im Überblick: Eigenschaften & Vorteile
Fertighaustyp | Eigenschaften |
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Einfamilienhaus | Ideal für Familien, bietet Privatsphäre, viele Gestaltungsmöglichkeiten sowie Platz für Garten oder Außenbereich. |
Bungalow | Geeignet für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Komfortsuchende. Ebenerdige Bauweise, barrierefreies Wohnen, leicht zugängliches Zuhause. |
Stadtvilla | Für Familien und stilbewusste Bauherren: elegante, repräsentative Architektur, großzügige Wohnfläche und die Kombination aus urbanem Wohnen und modernem Komfort. |
Doppelhaus | Optimal für Familien oder Menschen, die gemeinschaftliches Wohnen bevorzugen. Zwei separate Wohneinheiten mit gemeinsamer Wand, kombiniert Privatsphäre mit Nähe. |
Mehrfamilienhaus | Geeignet für Familien oder Generationen, die unter einem Dach wohnen möchten. Mehrere Wohneinheiten in einem Gebäude – ideal für gemeinsames, aber unabhängiges Wohnen. |




Fertighäuser müssen nicht langweilig sein. Das zeigen unsere Beispiele in der Galerie.
Bild 1, oben links: Landhaus Kundenhaus Lindau von Rensch Haus
Bild 2, oben mittig: Schwedenhaus Edition E 139 von Wolf-Haus
Bild 3, oben rechts: Bungalow Perfect 121 von DAN-WOOD House
Bild 4, unten links: Kubushaus Haus Collmann von Baumeister-Haus mit Einliegerwohnung
Die 3 beliebtesten Häuser auf unserem YouTube-Kanal

Tiny House – FlyingSpace von SchwörerHaus
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Wohnfläche: ca. 50 m² • Haustyp: Tiny House
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3-Millionen Luxusvilla von WeberHaus
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Wohnfläche: ca. 370 m² • Haustyp: Designerhaus / Stadtvilla
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Bungalow VITA von Fertighaus WEISS
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Wohnfläche: ca. 185 m² • Haustyp: Bungalow
Zum VideoAusbaustufen beim Fertighaus: Kostenanteil & Ersparnis im Vergleich
Kostenanteil je Ausbaustufe (Spannweite in %)
Die Balken zeigen Minimum und Maximum des Kostenanteils relativ zum schlüsselfertigen Preis.
Typische Ersparnis durch Eigenleistungen (in %)
Nachfolgend geben wir dir einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbaustufen und was sie in der Regel an Eigenleistung voraussetzen.
Bausatzhaus für handwerklich besonders Begabte
Das Bausatz- oder Selbstbau-Haus ist ein Haustyp, den du im Grunde selber errichtest. Du erhältst bei diesem Haustyp alle Materialien in regelmäßigen Abständen auf die Baustelle geliefert und errichtest dann Stück für Stück dein Haus selbst. In der Regel sind Bausatzhäuser Massivhäuser, deren Steinverbund aber nicht zwingend vermörtelt wird. Es gibt aber auch verschiedene Stecksysteme, bei denen die einzelnen Steine und Steinlagen ineinander gesteckt werden. Nur für kritische Gewerke, wie bestimmte Betonarbeiten oder die Elektroausstattung, erhältst du fachliche Hilfe.
Du kannst durch ein Bausatzhaus viel Geld sparen, denn Personalkosten machen am Bau längst einen größeren Posten aus als Materialkosten. Allerdings ist die Errichtung eines solchen Hauses nicht immer so einfach wie in den Prospekten beschrieben. Für ein Bausatzhaus solltest du dich nur dann entscheiden, wenn du handwerklich begabt bist und wenn du genügend freie Zeit hast, um eine Baustelle einigermaßen zügig voranzubringen.
Ausbauhaus für kreative Selbstgestalter
Das Konzept eines Ausbauhaus richtet sich an Bauherr*innen mit handwerklichen Ambitionen, die ihr Eigenheim individuell gestalten möchten. In dieser Ausbaustufe übernimmst du als Bauherr*in den gesamten Innenausbau selbst oder delegierst einzelne Gewerke nach Bedarf.
Beim Kauf eines Ausbauhauses wird eine wetterfeste Struktur bereitgestellt, inklusive Dach, Fenstern und Außentüren. Danach liegt alles Weitere – von der Elektroinstallation, über sanitäre Anlagen, bis hin zu Bodenbelägen – in den Händen der Bauherr*innen, sodass diese die Kontrolle über Materialien, Ausführung und Zeitplan behalten.
Für den Innenausbau eines Ausbauhauses sind ausgeprägte handwerkliche Fertigkeiten unerlässlich. Expertise in verschiedenen Gewerken – von der Elektrotechnik bis zur Trockenbauweise – ist zwingend notwendig, um die Qualität und Sicherheit des Wohnraums sicherzustellen. Wer sich für ein Ausbauhaus entscheidet, bekommt aber in jedem Fall maximale Planungsfreiheit und eine individuelle Ausgestaltung des Wohnraums nach persönlichen Vorstellungen und finanziellen Möglichkeiten.
Schlüsselfertig: nicht verwechseln mit bezugsfertig
Die Bezeichnung schlüsselfertig ist nicht gleichzusetzen mit bezugsfertig - auch genannt "fast fertig" - wo du nur noch die Möbel ins Haus tragen musst. Auch bei der schlüsselfertigen Variante kann es sein, dass du je nach Leistungsumfang bestimmte Eigenleistungen erbringen musst - das betrifft in der Regel Teile des Innenausbaus. Abhängig davon, was vertraglich festgelegt wurde, kümmert sich der Fertighaushersteller um die Auswahl und Leitung der Gewerke, koordiniert Handwerker und regelt behördliche Angelegenheiten.
Tipp: die Ausstattung der Musterhäuser, die du in einem Musterhauspark besichtigen kannst, stimmt in der Regel nicht mit der Standartausstattung überein. Häufig werden in den Ausstellungen höherwertige Materialien oder Einbauten gezeigt.
Materialien und Technik
Beim Holz-Fertigbau gibt es vorrangig 3 Holzhaus-Bauweisen bzw. Konstruktionsarten, die sich vor allem in der Art und Weise unterscheiden, wie der Baustoff als Tragelement eingesetzt wird:
- die Tafel- oder Rahmenbauweise
- die Skelett- oder Holzständerbauweise und
- die Blockbauweise
Bei der Holztafel- oder Holzrahmenbauweise werden einzelne Wandelemente aus einer Kombination aus Holztafeln und einem dazwischen montierten Holzbalkenrahmen hergestellt. Diese Wandelemente werden dann nebeneinander montiert und ergeben so Wände beliebiger Länge. Die Holztafel- oder Holzrahmenbauweise ist mit Abstand die geläufigste Konstruktionsart im modernen Holzbau von Ein- oder Mehrfamilienhäusern, da sie von der Produktionstechnik und -zeit die einfachste und günstigste ist.
Bei der Skelett- bzw. Holzständerbauweise werden Holzbalken in waagrechter und senkrechter Stellung zu einem Traggerüst verschraubt im Sinne eines Stützen- und Balkensystems, in das später Wandausfachungen und Bodeneinsätze montiert werden. Die Skelettbauweise wird dementsprechend vorwiegend dort eingesetzt, wo es um eine hohe Variabilität des Wandausbaus geht.
Bei der Blockbauweise werden die Wände eines Hauses aus liegenden und an den Ecken ineinander verfachten Balken oder auch Stämmen errichtet. Die Außenwände von Blockhäusern bestehen aus speziell geformten massiven oder geleimten Rundblockbohlen oder Vierkantblockbohlen, zwischen denen sich zusätzliche Dichtungsbänder befinden. Manche Hersteller verwenden Kiefernholz aus nordischen Ländern, da dieses aufgrund des raueren Klimas langsamer wächst als heimisches Holz. Es ist dadurch wetterbeständiger und härter und verzieht sich auch weniger.
Architektur trifft Funktion: Der perfekte Grundriss
Der Grundriss eines Fertighauses ist mehr als nur die räumliche Aufteilung der einzelnen Zimmer. Bei der Planung des Grundrisses sollten die individuellen Bedürfnisse der Bewohner*innen im Vordergrund stehen. Ob Familien, Paare oder Singles – die Anforderungen an ein Haus sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.
Ein offener Grundriss mit fließenden Übergängen zwischen den Wohnbereichen kann ein Gefühl von Großzügigkeit und Freiheit vermitteln. Dagegen bietet ein geschlossener Grundriss mit separaten Räumen mehr Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten. Wenn die verfügbare Fläche begrenzt ist, müssen durchdachte Grundrisse für kleine Häuser her.
Auswirkungen der Grundstückswahl auf den Grundriss
Nicht außer acht lassen darf man bei der Grundrissplanung natürlich auch Lage, Form und Größe des potenziellen Grundstücks. Denn diese bestimmen nachhaltig die innere Organisation eines Gebäudes und damit den Grundriss. Bodenbeschaffenheit und Grundwasserverhältnisse entscheiden häufig darüber, ob ein Keller vorgesehen werden kann. Auch die Erschließungsmöglichkeiten, die Himmelsrichtungen und eventuell vorhandene Lärmquellen - um nur einige Faktoren zu nennen - haben Einfluss auf den Entwurf. Mit der Planung des Hauses solltest du daher erst beginnen, wenn die Auswahl des Bauplatzes definitiv ist.
Ist schließlich ein Grundstück gefunden, solltest du prüfen, welchen Einfluss die Eigenschaften des Bauplatzes auf den Grundriss des zukünftigen Hauses haben. Beispielsweise lässt sich der Grundriss für ein Haus auf einem ebenen Grundstück flexibler gestalten als für ein Haus am Hang oder für eines, das in einer Geländemulde stehen soll. Hanggrundstücke sind wegen der guten Aussicht meist reizvoller als ebene, doch Aufteilung und Belichtung der Räume sind hier schwieriger und das Verlegen von Leitungen komplizierter. Durch die Baugrenzen ist die mögliche Tiefe des Hauses und somit die des Gartens und des Vorgartens festgelegt.
Nicht zuletzt wirkt sich auch die Beschaffenheit des Baugrunds auf die Planung des Fertighauses aus. Wenn beispielsweise ein besonderer Aufwand für die Fundamente betrieben werden muss, erhöhen sich die Kosten. Zudem nimmt die Art der Erschließung Einfluss auf den Einfamilienhaus-Grundriss bezüglich Ausrichtung der Wohnräume in eine bestimmte Himmelsrichtung.
Das Musterhaus EH 161 Nürnberg von Elk Haus verfügt über einen modernen Grundriss, bei dem die Treppe zum Obergeschoss im Zentrum des Hauses liegt. Der Wohn- und Essbereich mit Küche ist offen und großzügig gestaltet. Bilder: Elk Haus
Die optimale Raumaufteilung
1. Erschließung und Zonierung:
Der Grundriss eines Fertighauses gliedert sich in verschiedene Zonen, die unterschiedlichen Funktionen zugeordnet werden. Im Erdgeschoss befinden sich meist der Wohnbereich, die Küche und ein Gäste-WC. Das Obergeschoss beherbergt die Schlafräume, ein Badezimmer und eventuell weitere Räume wie ein Arbeitszimmer oder einen Hobbyraum. Die Erschließung der einzelnen Zonen erfolgt über einen zentralen Flur, der für kurze Wege und eine gute Belichtung sorgt.

Besonders modern ist ein offener Wohn- und Essbereich, wie hier beim Musterhaus Artis 300 von Fingerhaus. Bild: Fingerhaus
2. Funktionale Zusammenhänge:
Die Anordnung der Räume im Grundriss sollte den funktionalen Zusammenhängen im Alltag entsprechen. Platziere Essbereich und Wohnzimmer in der Nähe zueinander, um kurze Wege zwischen den einzelnen Bereichen zu ermöglichen. Ein bequemer Zugang vom Wohnbereich zum Garten oder zur Terrasse empfiehlt sich.
3. Bewegungsflächen und Sichtachsen:
Berücksichtige beim Grundriss ausreichend Bewegungsflächen und Sichtachsen, um ein großzügiges Raumgefühl zu schaffen. Türen und Fenster sollten so platziert sein, dass sie den Bewegungsfluss im Haus nicht behindern.
4. Licht und Raumwirkung:
Die Anordnung der Fenster und Türen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Grundriss. Sie beeinflussen die natürliche Belichtung und Belüftung des Hauses und tragen somit zur Wohnqualität bei. Die optimale Raumaufteilung nutzt Tageslicht bestmöglich aus, große Fensterflächen lassen Licht herein und sorgen für eine helle und freundliche Atmosphäre im Haus.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Sitzfenster, denn sie bringen besonders viel Licht in die Wohnräume, wie hier beim Doppelhaus in Schliengen von Weberhaus.
Individuelle Anpassung und Gestaltung des Grundrisses
Moderne Fertighäuser bieten heute eine große Flexibilität und Variabilität bei der Grundrissgestaltung. Die meisten Fertighaus Anbieter haben eine Vielzahl von Grundrissen im Angebot, die an die individuellen Bedürfnisse und Lebenssituation ihrer Bewohner*innen angepasst werden können. So lassen sich zum Beispiel die Größe und Anzahl der Räume, die Raumaufteilung und die Ausstattung nach den eigenen Wünschen gestalten.
Erfahrungsberichte aus der HausbauHelden Community
Satteldach Klassiker mit optimaler Flächennutzung
Janica und ihr Mann haben ein Fertighaus mit dem Hersteller Fingerhut Haus gebaut. Zu dritt bewohnen sie 125 qm – klein aber fein. Hausbauheldin Desi war zu Besuch bei Janica und hat einen Blick in ihr Zuhause geworfen. Die vollständige Haustour dazu könnt ihr euch auf dem Hausbauhelden-YouTube-Kanal anschauen.

"Wir haben viel aus der Basis-Ausstattung genommen und uns bei den aufpreispflichtigen Ausstattungselementen immer genau gefragt, ob wir diese wirklich brauchen. Bei der Elektroplanung sowie dem Innenausbau haben wir zudem sehr viel selbst übernommen. Der Wohnstil ist in schwarz und Weiß gehalten und somit zeitlos, bei der Deko kann man dann spielen und sie dann wieder austauschen wenn man Lust auf etwas anderes hat. Den Raum unter der Treppe haben wir natürlich auch genutzt: direkt an die Küche angeschlossen befindet sich hier ein praktischer Vorratsraum."
– Janica, Bauherrin
Moderner Flachdach-Bungalow in Hanglage
Rainer und Claudia haben ihren Traum-Bungalow am Hang mit Schwörer Haus gebaut. Das 210 Quadratmeter große Reich bewohnt das Ehepaar aktuell mit einer der beiden Töchter. Was unsere Hausbauheldin Susanne zu dem Haus sagt und welche Tipps das Bauherren-Paar außerdem noch parat hat, erfahrt ihr in der Hometour auf YouTube.

„Von der ersten Idee bis zum fertigen Plan haben wir insgesamt ein Jahr an unserem Haus getüftelt. Nur rund zwei bis drei Monate davon dauerte die Umsetzung in Baupläne zusammen mit dem Architekten.“
– Rainer, Bauherr

"Mein bester Rat für alle, die ein individuell geplantes Haus bauen möchten: Nehmt Euch ausreichend Zeit für die Planung!"
– Claudia, Bauherrin
Designerhaus von Baufritz mit dunkler Holzfassade
Helen und Lars haben ihr Baufritz Haus im Rahmen einer Nachverdichtung in den Garten von Helens Eltern gebaut. Auf 182 Quadratmetern wohnen sie dort mit ihren beiden Kindern in einem ökologischen und wohngesunden Holzhaus. Zahlreiche Einbauschränke sorgen für Ordnung und bieten nicht nur Stauraum, sie beherbergen auch den Zugang zum Keller, den das Bauherren-Paar gerne verstecken wollte. Wie das aussieht, hat Lars unserer Hausbauheldin Desi in einem ausführlichen Hometour-Video gezeigt, das ihr auf YouTube anschauen könnt.

„Da in der Nachbarschaft ein Mobilfunkt Sendemast ist, haben wir uns beim Wandaufbau für eine sogenannte „Xund-E“-Platte entschieden, die die Wellen bis 99% abhält. Nach langer Überlegung haben wir uns für eine Teilunterkellerung entschieden, um Elektroinstallation und Heizung unterzubringen. Die Kellertür ist in der Küche hinter einer Doppelschwingtür versteckt und fügt sich so nahtlos in die Einbauschrankwand ein. Im Eltern- sowie im Kinderbadezimmer gib es kein direktes Fenster – um aber trotzdem Tageslicht zu haben, wurde hier ein Tageslichtspot in der Decke eingebaut.“
– Lars, Bauherr
Fertighaushersteller vergleichen: Checkliste für Bauherren
Worauf sollten Bauherren beim Vergleich von Fertighausherstellern achten? Die folgende Tabelle bündelt die wichtigsten Kriterien – von Keller/Bodenplatte über Dämmwerte bis Referenzen – inklusive konkreter Fragen und Nachweisen.
Kriterium | Worauf achten / Fragen an den Hersteller | Nachweise / Unterlagen |
---|---|---|
Keller oder Bodenplatte | Bietet der Hersteller Keller oder Bodenplatte (oder beides) an? Welche Mehrkosten/Optionen? | Angebot/Leistungsverzeichnis mit Positionen und Preisbasis |
Kellerbaustoff & Abdichtung | Material (z. B. WU-Beton/„Weiße Wanne“). Schutz gegen Erdfeuchte und drückendes Wasser (Lastfall, DIN 18533). Perimeterdämmung/Dränage? | Abdichtungskonzept, Detailpläne, Bodengutachten, Statik |
Erdarbeiten | Sind Aushub, Abfahren/Entsorgung, Wiederverfüllen und Anmodellieren enthalten? Bodenklasse/Einheitspreise? | LV-Positionen inkl. m³/t, Entsorgungsnachweise, Bodenmanagementplan |
Baustoff Haus/System | Holztafelbau, Massivholz (CLT), Hybrid o. Ä.? Brandschutz- & Schallschutzniveau? Wandaufbau/Feuchteschutz? | Wand-/Dachaufbauten, Baustoffklassen/Prüfzeugnisse |
Dämmwerte & Fenster | U-Werte Außenwand/Dach/Fenster (Uw). Verglasung (g-Wert), Montage (RAL), Wärmebrücken-Nachweis? | Wärmeschutznachweis/Energiebilanz, Datenblätter, Montagekonzept |
Ausbaustufen | Schlüsselfertig, fast schlüsselfertig, technikfertig/Ausbauhaus, Bausatzhaus: klare Leistungsabgrenzung & Schnittstellen? | Detaillierte Leistungsbeschreibung, Schnittstellenliste, Ausbaupakete |
Technische Ausstattung | Heizung (z. B. Wärmepumpe), KWL, PV & Speicher, Smart-Home. Auslegung (Heizlast), Lüftungskonzept (DIN 1946-6)? | Typenlisten, Auslegungsberechnung, Lüftungskonzept, Hydraulikschema |
Preis & Zahlungsplan | Festpreis/Gültigkeit, Indexklauseln, Änderungswesen (Mehr-/Minderkosten), Abschläge nach Baufortschritt, Nebenkosten (15–20 %)? | Angebot mit Preisbasis, Zahlungsplan, Regiesätze/Änderungsregeln |
Termine & Bauzeit | Liefer-/Montagezeit, Gesamtbauzeit, Puffer/Vertragsstrafen, Kapazitäten/Verlässlichkeit? | Bauzeitenplan, Vertragsklauseln zu Fristen/Verzug |
Qualität & Zertifikate | QDF/RAL-Gütezeichen, PEFC/FSC (Holz), Blower-Door-Test, DGNB/QNG (falls angestrebt). | Zertifikate, Prüfprotokolle, Übergabedokumentation |
Referenzen & Erfahrung | Seit wann wird das Haus/Modell angeboten? Referenzobjekte, Bauherrenbewertungen, Musterhäuser? | Referenzliste/Adressen, Fotodoku, Kontakte zu Bauherren |
Planung & Genehmigung | Werk-/Ausführungsplanung enthalten? Statik, Energieausweis, Vermessung, Bodengutachten – enthalten oder optional? | Leistungsumfang im Vertrag, Planlisten, Genehmigungsunterlagen |
Bauleitung & Subunternehmer | Feste/r Bauleiter/in, Erreichbarkeit, Anzahl paralleler Baustellen, Sub-Quote, regionale Partner? | Organigramm, Ansprechpartnerliste, Nachunternehmerverzeichnis |
Gewährleistung & Service | Gewährleistungsdauer, Reaktionszeiten, Wartungs-/Pflegepläne, Notdienst? | Service-/Garantiebedingungen, Wartungsplan, Kontaktdaten |
Nachhaltigkeit | Energieeffizienzstandard (z. B. EH40), Recycling, regionale Wertschöpfung, Baustoffherkunft. | Nachhaltigkeitsnachweise, Produktdeklarationen (EPD) |
Tipp: Lasst euch alles schriftlich in der Leistungsbeschreibung bestätigen. Prüft die Schnittstellen bei Eigenleistungen und kalkuliert Baunebenkosten (ca. 15–20 %) separat.
Die Suche nach Angeboten von Fertighausherstellern gestaltet sich oft unterschiedlich. Während der Markt von schlüsselfertigen Massivhäusern oft von kleineren, regionalen Betrieben beherrscht wird, gibt es bei Anbietern von Holzfertighäusern eher größere und überregionale Hersteller. Meist haben Hersteller an verschiedenen Standorten ein Musterhäuser. Der Besuch von Musterhäusern, aber auch persönliche Gespräche mit ehemaligen Bauherr*innen liefern wichtige Einblicke in die Praxis der Hausbauunternehmen und helfen bei der endgültigen Auswahl eines vertrauenswürdigen Partners für das Projekt Fertighaus.
Wie hoch ist die Lebensdauer eines Fertighauses?
Entscheidend für Werterhalt und Langlebigkeit deines Fertighauses sind Lage, Qualität und Ausstattung des Hauses. Der Ausstattung fällt dabei eine besondere Rolle zu, die auch in der seit 2012 geltenden Sachwertrichtlinie für Immobilienwertermittlung festgeschrieben ist. Sie besagt, dass bei der Abschätzung der Gesamtnutzungsdauer und des Werterhalts nicht mehr nach Bauarten unterschieden wird, sondern nach Ausstattungsstandard.
Eine hochwertige Ausstattung ist also für Eigentümer*innen oder Nutzer*innen von höherer Attraktivität und lässt eine höhere Nutzungsdauer erwarten.
Gut zu wissen: Dank moderner Baumaterialien und Bautechniken sind Fertighäuser heute viel langlebiger als früher. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt dabei zwischen 60 und 80 Jahren.
Fazit
Ein Fertighaus ist die schnelle, planbare Route ins Eigenheim: kurze Bauzeit, hohe Qualität durch Vorfertigung und viel Gestaltungsspielraum. Die Kosten hängen vor allem von Größe, Ausbaustufe und Ausstattung ab – Nebenkosten (15–20 %) mitrechnen und Förderungen (z. B. KfW-Bank) prüfen. Wähle die Ausbaustufe passend zu Budget, Zeit und Eigenleistung: schlüsselfertig für maximalen Komfort, technik-/ausbau- oder Bausatzhaus für mehr Ersparnis. Nächste Schritte: Budgetrahmen festlegen, Energie-Standard definieren, unsere Hersteller-Checkliste durchgehen und 2–3 Anbieter mit identischem Leistungsumfang vergleichen – gern mit Blick in unsere Haustour-Videos für ein realistisches Gefühl.