Dein perfekter Einfamilienhaus-Grundriss

Einfamilienhaus-Grundriss

Der Einfamilienhaus-Grundriss ist die wichtigste Planungsgrundlage für dein neues Zuhause. Perfekt ist er dann, wenn er genau zu deinen Wohnbedürfnissen passt. Eine intelligente und weitsichtige Einfamilienhaus-Grundrissplanung wirkt sich dauerhaft auf dein Wohlbefinden in deinem neuen Haus aus. Aber sie unterliegt immer bautechnischen Abhängigkeiten und rechtlichen Vorschriften. Auch dein Baubudget beeinflusst deinen Einfamilienhaus-Grundriss. Die Expertise eines Architekten und eine gute Vorbereitung auf die Planungsgespräche sind das A und O für deinen perfekten Einfamilienhaus-Grundriss.

Was ist der Grundriss eines Hauses?

Der Einfamilienhaus-Grundriss ist eine technische Zeichnung, die zeigt, welche Räume ein Haus hat und wie sie angeordnet sind. Der Grundriss zeigt das geplante Einfamilienhaus als waagerechten Schnitt auf einer Höhe von zirka 1,20 Metern mit Blick nach unten. Für jedes Geschoss des Hauses gibt es einen separaten Grundriss. Wenn du zum Beispiel ein Haus mit zwei Wohnebenen und einem Keller planst, hat dein Einfamilienhaus drei Grundrisse. Im Laufe der Planung werden unterschiedliche Einfamilienhaus-Grundrisse angefertigt. In der Entwurfsphase können dies ganz grobe Skizzen sein. Diese Grundrisse dienen dazu, dir einen ersten Überblick über dein künftiges Zuhause zu geben.

Welche Informationen liefert ein Grundriss?

Je weiter die Planung voranschreitet, desto konkreter die Grundriss-Zeichnungen und desto mehr Informationen enthalten sie. Erste Skizzen oder Einfamilienhaus-Grundrisse in Herstellerprospekten sind oft allgemein gehalten. Hier kannst du im Einfamilienhaus-Grundriss die Lage von Wänden, Fenstern, Türen und Treppen sowie Nutzungen der unterschiedlichen Räume ablesen. Konkretere Informationen liefert ein Einfamilienhaus-Grundriss erst dann, wenn er die Außenabmessungen des Gebäudes enthält. Noch besser ist es, wenn auch die einzelnen Räume vermaßt oder die jeweiligen Raumgrößen in Quadratmetern angegeben sind.

Den Einfamilienhaus-Grundriss für dein neues Haus brauchst du spätestens für dein Baugesuch. Dieses enthält alle für die Baugenehmigung nötigen Informationen. Dazu gehören beispielsweise die korrekten Abmessungen des Hauses und die Wohnflächen. Zusätzlich zu den Grundrissen im Maßstab 1:100 enthält das Baugesuch auch senkrechte Schnitte deines Hauses. Anhand dieser wird die Höhenentwicklung, wie etwa die Geschosshöhen des Hauses, deutlich. Zusätzlich enthält es alle Ansichten des geplanten Einfamilienhauses. Der Lageplan im Maßstab 1:500 verdeutlicht zeichnerisch, wo das geplante Haus auf dem Grundstück steht. Die Baugesuchspläne musst du von einem vorlageberechtigten Architekten erstellen lassen. Bevor dann der Hausbau beginnt, erstellt dein Architekt oder Haushersteller weitere, noch detailliertere Grundrisse, die sogenannten Werkpläne. Diese Grundrisse enthalten zusätzlich alle technischen Informationen, die für den Bau des Hauses nötig sind. Dein Architekt oder Haushersteller erstellt diese für dich.

Sind Grundrisse maßstabsgetreu?

Wer schon bei den ersten Skizzen maßstäblich zeichnet, erspart sich spätere Enttäuschungen. In der Entwurfsphase ist der Maßstab 1:100 üblich. Das heißt, dass ein Zentimeter im Plan einem Meter in der Realität entspricht. In der Entwurfsphase werden in dem Einfamilienhaus-Grundriss auch häufig beispielhaft Möbel eingezeichnet. So bekommst du ein besseres Gefühl für die Größenverhältnisse. Außerdem siehst du, ob alles, was du möchtest, in den jeweiligen Zimmern Platz hat. Ein weiterer guter Grund dafür, Einfamilienhaus-Grundrisse von Beginn an maßstabsgetreu zu zeichnen.

Wie lese ich einen Grundrissplan?

Je nachdem, um welche Art von Grundriss es sich handelt, ist das Lesen nicht sehr kompliziert. Jeder Einfamilienhaus-Grundriss in Zeitschriften, Prospekten oder im Internet gibt nur die allerwichtigsten Informationen an. So helfen Haushersteller dem Planungs-Laien, dass er sich nicht „verläuft“.


Am besten fängst du bei der „Grundriss-Lektüre“ mit dem Eingangsgeschoss an. Lege dir die Grundrisse aller weiteren Geschosse in genau derselben Richtung daneben. Orientieren kannst du dich dabei an der Geschosstreppe: Sie liegt von dir aus gesehen in allen Geschoss-Grundrissen des Hauses immer an derselben Stelle. Der Pfeil, der die Steigungsrichtung anzeigt, deutet in dieselbe Richtung. Beim „Grundriss-Lesen“ fängt man am besten dort an, wo man auch im echten Leben das Haus beginnt zu erkunden: beim Eingang. Auch wo der Eingang des Hauses liegt, zeigt der Grundriss an – oft ist er zusätzlich mit einem Pfeil markiert. Gut ist, wenn Viertelkreis-Bögen in der Zeichnung anzeigen, in welche Richtungen die Türen innerhalb des Hauses aufschlagen.


In der Regel sind alle Räume im Einfamilienhaus-Grundriss mit einer Nutzung bezeichnet, beispielsweise Essen, Kochen, Wohnen oder Schlafen. Hilfreich sind darüber hinaus auch Angaben zur Größe des jeweiligen Zimmers oder Wohnbereiches in Quadratmetern. Wenn du dir nicht gut vorstellen kannst, wie groß zum Beispiel 25 Quadratmeter sind: messe ein Zimmer deiner Wohnung aus, um einen Vergleich zu haben. Besonders wichtig ist das bei kleineren Räumen, wie Duschbädern oder Speisekammern. Versuche unbedingt, einen realen Vergleichsort zu finden. Sonst überrascht dich später vielleicht, wie eng es plötzlich ist.

1. Expertentipp:

„Gehören Sie zur Mehrheit der Menschen, die ein schlechtes räumliches Vorstellungsvermögen hat? Dann sehen Sie sich Musterhäuser an – natürlich immer mit deren Grundriss in der Hand. Gehen Sie im Musterhaus von Raum zu Raum und überprüfen, ob sich Ihre Einschätzung der Zeichnung mit der erlebten Realität deckt.“
Dieter Georgi, Architekt Gussek-Haus

Unterschiedliche Darstellung von Grundrissen

Im Vergleich: die einfache Grundrissdarstellung links und der Baugesuchsgrundriss des Erdgeschosses eines Gussek-Kundenhauses zeigen wie unterschiedlich ein Einfamilienhaus-Grundriss – je nach Zweck – dargestellt werden kann.

Was hat die Dachform mit dem Grundriss zu tun?

Planst du ein Haus mit geneigtem Dach, beeinflusst das den Einfamilienhaus-Grundriss im Obergeschoss. Die sogenannte Drempel- oder Kniestock-Höhe, die Dachform und -neigung beeinflussen unter Umständen die Raumhöhen. Eventuell ist nicht in allen Bereichen des Dachgeschosses eine zum Wohnen ausreichende Raumhöhe vorhanden. Teilflächen unter Dachschrägen, die weniger als zwei Meter lichte Höhe aufweisen, kannst du nicht voll nutzen. Sie zählen daher nur zur Hälfte als Wohnfläche. Das wirkt sich auch auf die Grundrissplanung aus. Kleiderschränke und bestimmte Badgegenstände finden in Bereichen mit weniger als zwei Metern Raumhöhe nicht genug Platz. Auch eine ausreichende Raumhöhe am Austritt der Treppe im Dachgeschoss muss vorhanden sein.

2. Expertentipp

„Erfahrene Architekten und Planer denken bei der Grundrissplanung immer gleich auch in der dritten Dimension. Sie erkennen bei Dachgeschoss-Grundrissen schnell, wo unter dem geneigten Dach Engpässe entstehen. So helfen sie, grundsätzliche Planungsfehler beim Einfamilienhaus-Grundriss zu vermeiden.“
Sven Kosel, Planungsleiter bei Gussek-Haus

Wie sieht der ideale Einfamilienhaus-Grundriss aus?

Den einen idealen Einfamilienhaus-Grundriss gibt es nicht. Dein idealer Einfamilienhaus-Grundriss ist der, der optimal zu deinen Wohnwünschen, deinem Baubudget und deinem Baugrundstück passt. Das bedeutet: Dein Einfamilienhaus-Grundriss sollte ganz individuell für dich geplant werden. Das heißt aber auch: Bevor du damit anfängst, solltest du möglichst genau wissen:

  • wie viel Geld du verbauen kannst?
  • welche Möglichkeiten dein Baugrundstück bietet?
  • wie viel Platz du in deinem neuen Haus für genau welche Zwecke brauchst?

Je detaillierter diese Informationen sind, desto besser wird die Grundrissplanung.

Wie finde ich den richtigen Grundriss?

Als erstes solltest du herausfinden, was und wie du auf deinem Baugrundstück bauen darfst. Auf der für dein Baugrundstück zuständigen Baurechtsbehörde bekommst du diese Informationen. Für viele Baugrundstücke gibt es einen gültigen Bebauungsplan. Er kann weitreichende Vorgaben enthalten, die du einhalten musst und die deinen Einfamilienhaus-Grundriss beeinflussen. Dazu gehören unter Umständen:

  • ob du ein freistehendes Wohnhaus (offene Bauweise) oder ein Doppel- oder Reihenhaus (geschlossene Bauweise) bauen kannst?
  • wie viel Wohn- und Nutzfläche du auf deinem Grundstück maximal bauen darfst?
  • wie viele Vollgeschosse du bauen darfst?
  • an welcher Stelle auf dem Grundstück dein Haus stehen muss?
  • ob es Vorschriften zu Dachform und -neigung, Firstrichtung und Traufhöhe gibt?
  • welche Regelungen für Fassaden- und Dachmaterialien und -farben gelten?

Raumbedarfsanalyse
Zweitens solltest du für deinen Einfamilienhaus-Grundriss eine möglichst genaue, persönliche Raumbedarfsanalyse erstellen. Am besten zusammen mit allen Familienmitgliedern, die später in dem neuen Haus wohnen werden. Notiere alle Anforderungen und Wünsche der ganzen Familie. Erstelle daraus eine Liste. Idealerweise teilst du sie in eine Spalte mit „must haves“ und eine mit „nice to haves“. Dazu gehört, die heutige sowie die künftige Familiensituation und die damit einhergehenden Bedürfnisse möglichst realistisch einzuschätzen.

Davon ist nicht nur abhängig, wie viele Schlafzimmer du in deinem Einfamilienhaus-Grundriss vorsehen musst. Auch wo man diese anordnet ergibt sich daraus: Wenn du Kinder im Teenie-Alter hast, ist es vielleicht besser, den „Kindertrakt“ weiter entfernt vom eigenen Schlafzimmer zu platzieren. Das Thema Home-Office wird sicherlich für viele auch in Zukunft eine Rolle spielen. Auch dieses gehört dann auf die persönliche Wunschliste. Evergreen ist die Frage, ob man der Typ für einen offenen Küchen- und Essbereich oder eine separate Küche ist. Gehe dein imaginäres neues Haus Raum für Raum durch. Überlege dir bei jedem Zimmer genau, welche Anforderungen du an es stellst bevor es an die Ausarbeitung des Einfamilienhaus-Grundrisses geht.

Wenn schon ein Grundstück vorhanden ist, kann die Zuordnung der Räume untereinander, in Bezug auf die Himmelsrichtungen und Freiflächen erfolgen. Diese Vorarbeit kann auch im Gespräch mit Architekt, Berater oder Hausverkäufer hilfreich sein. Dein Haus sollte zur Südseite geöffnet und nach Norden eher geschlossen sein. Nebenräume liegen am besten im Norden.

Welcher Einfamilienhaus-Grundriss passt zu mir?

Nach dem Termin mit der zuständigen Baubehörde weißt du, welche Art von Haus du auf deinem Grundstück bauen kannst: Du kennst die Fläche, die du damit bebauen kannst und wie hoch dein Haus werden darf. Dementsprechend kannst du dir nun die unterschiedlichen Haustypen näher ansehen, die sich für dein Grundstück eignen. Der gewünschte Haustyp prägt die Gestaltung des Einfamilienhaus-Grundrisses sehr stark. Folgende Grundriss- beziehungsweise Haus-Typen unterscheiden sich grundsätzlich:

Grundriss freistehendes Einfamilienhaus
Die meisten Bauinteressenten wünschen sich ein freistehendes Einfamilienhaus. Dieser Haustyp steht allein und frei auf einem Baugrundstück – man kann also auf dem eigenen Grund und Boden um das Haus herum gehen. Entsprechend gibt es hier die Möglichkeit, in alle Himmelsrichtungen Fenster zu platzieren.

Einfamilienhaus-Grundriss ohne Keller

Wer sein Haus ohne Keller plant – zum Beispiel, weil der Baugrund sich für einen Kellerbau nicht eignet und die Kosten dadurch sehr hoch wären braucht oberirdisch Platz für die üblicherweise im Untergeschoss platzierten Nutzungen. Dazu gehören der benötigte Abstellraum, die Waschküche und vor allem die Haustechnik. Je nach angestrebtem Energieeffizienzstandard des Hauses sind gerade dafür schnell acht bis zehn Quadratmeter nötig.

Einfamilienhaus-Grundriss mit Keller

Wer sein Einfamilienhaus mit Keller plant, kann die oberirdischen Grundrisse sparsamer bemessen: Denn Abstellflächen, Platz für die Haustechnik und unter Umständen sogar ein Gäste- oder Arbeitszimmer finden eventuell im Untergeschoss Platz. Letztere benötigen aber – da Aufenthaltsräume – ausreichend Fensterfläche und eine entsprechende Wärmedämmung. Über Lichthöfe kannst du diese Räume mit natürlichem Tageslicht versorgen. Das ist bei Häusern am Hang besonders einfach. Hier ist der Keller obligatorisch: Er bildet sozusagen das Sockelgeschoss fürs Haus. Hangabwärts kannst du ihn großzügig mithilfe von Fenstern öffnen. So bietet der Keller beste Voraussetzungen für eine Wohnnutzung

Grundriss mit Einliegerwohnung
Während normale Einfamilienhäuser eine Wohneinheit beinhalten, bietet das Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung eine zusätzliche, separierbare Wohneinheit und ist so eine Zwischenform zum Zweifamilienhaus. Eine Einliegerwohnung wird als solche anerkannt, wenn sie gegenüber der Hauptwohnung untergeordnet, also entsprechend kleiner und separat vermietbar ist. Sie braucht außerdem ein ihr zugeordnetes Badezimmer und WC sowie eine Kochgelegenheit. Tipp: Eine solche Einliegerwohnung gilt bei der Beantragung von Fördermitteln bei der KfW als Wohneinheit. Für sie kannst du zusätzlich zur Hauptwohnung ein weiteres Mal Fördermittel beantragen.

Zwei Familienhaus mit Doppel-Grundriss

Bei einem Zweifamilienhaus befinden sich zwei separate Wohnungen übereinander im Haus. Bei einem Doppelhaus liegen zwei Wohneinheiten nebeneinander unter einem Dach. Dazwischen liegt eine doppelt ausgeführte Haustrennwand. Fenster kannst du in den Grundrissen der Doppelhaushälften nur in drei Richtungen platzieren.

Bungalow Grundriss

Bei einem Bungalow befinden sich alle Wohn- und Nutzflächen auf einer Ebene. Dieser Grundriss kommt ganz ohne Treppen aus. Er eignet sich besonders gut für Menschen, die körperliche Einschränkungen haben oder es ganz einfach sehr komfortabel lieben. Ein Bungalow benötigt aber mehr Grundfläche als ein Haus, bei dem die Wohnbereiche in mehreren Etagen übereinander liegen.

Welche Außenmaße hat ein Haus?

Die Außenmaße deines Grundrisses, und damit auch des Hauses, ergeben sich aus deiner Planung. Wenn du in die Höhe baust, kommst du mit geringeren Außenabmessungen aus. Ein Bungalow, bei dem alle gewünschten Räume im Einfamilienhaus-Grundriss nebeneinander auf einer Ebene liegen, hat entsprechend größere Außenabmessungen. Oft kannst du die Außenmaße deines Hauses aber nicht nach deinem eigenen Gusto festlegen. Für viele Baugrundstücke legt der Bebauungsplan die maximalen Abmessungen eines Hauses fest. Verpflichtend sind auch bestimmte Abstände zur Grundstücksgrenze. Die Außenabmessungen deines Hauses müssen den Vorschriften entsprechen, sonst erhältst du keine Baugenehmigung.

Was für Räume braucht man in einem Haus?

Hast du einen Haustyp-Favoriten gefunden? Dann geht es nun darum, seinen Grundriss so anzupassen, dass er perfekt zu deinen Bedürfnissen passt. Du musst dir nun überlegen, welche Räume du tatsächlich benötigst. Das nennt man Raumbedarfsanalyse.
Prüfe die folgenden Räume für deine persönliche Raumbedarfsanalyse daraufhin, ob du sie tatsächlich benötigst. Bei Kinderzimmern oder Bädern zum Beispiel musst du festlegen wie viele du brauchst. Je nachdem, welchen Stellenwert sie für dich, deine Familie und euer Alltagsleben haben, bestimmst du deren Größe. Für selten genutzte Räume reicht die Mindestgröße. Häufig und von der ganzen Familie plus Besuch genutzte Wohnbereiche sollten möglichst großzügig sein.

Beispielgrundriss für ein Schlafzimmer

Dieser Raum ist dazu da, zur Ruhe zu kommen. Dementsprechend sollte er auch im Einfamilienhaus-Grundriss an einer möglichst störungsfreien Stelle liegen. Experten empfehlen, im Schlafzimmer möglichst wenig Ablenkendes unterzubringen. Große geschlossene Fronten von Einbauschränken stören die Ruhe zwar nicht, finden aber vielleicht in einem separaten Ankleidezimmer besser Platz. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Badezimmer ist üblich, ein direkter Zugang besonders komfortabel. Die Größe des Schlafzimmers richtet sich nach den Einrichtungsgegenständen, die du darin unterbringen möchtest plus den nötigen Bewegungsflächen. Für ein Elternschlafzimmer mit Doppelbett brauchst du mindestens zwölf bis 15 Quadratmeter. Eine Wand im Schlafzimmer sollte für den Kleiderschrank drei oder mehr Meter lang sein. Für ein separates Ankleidezimmer brauchst du sechs bis acht Quadratmeter und möglichst viel Wandfläche für Schränke.

3. Expertentipp:

„Für Kinderzimmer empfehle ich bodentiefe Fenster. So können auch die Kleinsten ohne gefährliche Kletterpartien den Ausblick nach draußen genießen. Natürlich sollte man die Fenster in Kinderzimmern immer auch mit einer Absturzsicherung und abschließbaren Fenstergriffen ausstatten. Orientieren sich die Fenster nach Süden, ist eine außenliegende Verschattung Pflicht. Sie verbessert den sommerlichen Wärmeschutz.“
Sven Kosel, Planungsleiter bei Gussek-Haus

Grundriss Kinderzimmer

Badezimmer:
Das Badezimmer ist häufig ein Nadelöhr im familiären Tagesablauf, deshalb solltest du dir den Teil des Einfamilienhaus-Grundrisses sehr genau betrachten. Denn hier müssen morgens oft zur selben Zeit alle Familienmitglieder durch. Daher empfiehlt sich eine entsprechende Größe und Aufteilung, damit auch mehrere Personen gleichzeitig ins Badezimmer passen. Ein zweites Badezimmer im Haus, etwa für die Kinder oder für Gäste, ist eine sinnvolle Investition. Günstiger ist oft, ein ursprünglich großes Familienbad lieber in zwei kleinere, separate Bäder aufzuteilen. Ein Muss ist zumindest eine weitere, separate Toilette im Haus. Für ein Mini-Bad, mit Dusche Waschbecken und WC musst du mit mindestens drei Quadratmetern rechnen. Ein mittelgroßes Badezimmer, in dem auch eine normale Badewanne Platz hat, ist mindestens doppelt so groß: also ab sechs Quadratmeter. Planst du Extras wie eine freistehende Badewanne, Sauna oder Ähnliches, brauchst du entsprechend mehr Platz im Bad. Für diese Räume solltest du dir den Einfamilienhaus-Grundriss sehr genau betrachten.

Küche und Essplatz

Die Küche und der Essplatz sind heute oft das Zentrum des Hauses. Daher werden diese Räume häufig zu einem großen Raum zusammengefasst und diesem Bereich entsprechend viel Platz eingeräumt. Für die Küche benötigst du etwa zehn Quadratmeter Platz. Rechne mit mindestens 15 Quadratmetern, wenn du eine schicke Kücheninsel realisieren möchtest. Bei den Abmessungen der Küche, ist es gut, wenn du diesen Raum entsprechend der üblichen Küchenmöbelmaße planst: so passt die Einbauküche hinterher auch perfekt. Nicht vergessen: plane zwischen zwei gegenüberliegenden Küchenfronten mindestens 1,20 Meter Abstand, damit du ausreichend Bewegungsfläche hast – auch wenn du die Küchenschränke öffnest.

Die Größe des Esszimmers richtet sich nach der Größe des Esstisches und der wiederum nach der Anzahl der Personen, die hier Platz nehmen. Damit du auch noch um den voll besetzten Tisch herumgehen kannst, brauchst du zusätzlich Raum: Zusätzlich zur Länge und Breite des Tisches jeweils zwei Mal die Stuhltiefe plus an jeder Seite mindestens 1,10 Meter. Diese dient als Bewegungsfläche bis zur nächsten Wand oder dem nächsten Möbelstück. Wenn du dich für eine offene Küche entscheidest, denke darüber nach ob eine benachbarte Speisekammer für zusätzlichen Stauraum und mehr Ordnung in der Küche sinnvoll ist.

Wohnzimmer:
Die Größe des Wohnzimmers richtet sich nach der Größe und Zahl der Möbel die du darin platzieren willst – und die wiederum sind abhängig davon, wie du dein Wohnzimmer nutzen möchtest. Hinzu kommen die Bewegungsflächen vor und um die jeweiligen Möbel herum. Das Wohnzimmer war früher einer der größten Wohnräume im Einfamilienhaus. Hier empfing man beispielsweise Gäste und es erfüllte auch repräsentative Zwecke. Das machen viele Familien heute eher im Esszimmer. Dieses präsentiert sich deswegen inzwischen meist größer und wohnlicher ausgestattet. Zum Beispiel mit sehr bequemen Esszimmerstühlen, auf denen man einen ganzen Abend gemütlich sitzt. Das Wohnzimmer ist dann ein vornehmlich von der Familie genutztes Zimmer: ein privater Rückzugsort, um fernzusehen, Musik zu hören oder zu lesen. Je nachdem, wie du dein Wohnzimmer nutzen willst, bemisst sich seine Größe – ab etwa 15 Quadratmeter aufwärts.


4. Expertentipp

In den letzten Jahrzehnten haben sich die offenen Wohnbereiche, die in der Regel aus Küche, Ess- und Wohnzimmer bestehen, durchgesetzt. Durch den Verzicht auf trennende Wände und separate Flure, wirken sie großzügiger und es entsteht ein kommunikatives Ambiente. Eine gewisse Zonierung ist dennoch sinnvoll. Zum Beispiel, um dem Wohnbereich etwas Intimität zu verleihen. Schiebetüren helfen, die Küche bei Bedarf aus dem Blickfeld zu nehmen.“
Harald Kremer, Architekt Gussek-Haus

Gästezimmer und Home-Office

Gästezimmer und Homeoffice solltet du beim Einfamilienhaus-Grundriss keinesfalls vergessen. Wenn du zu Hause arbeiten willst oder musst, gestalte dir dafür einen optimal geeigneten Arbeitsplatz. Ein separates Arbeitszimmer hat den Vorteil, dass du bei der Arbeit deine Ruhe hast. Nach getanem Tagwerk kannst du die Bürotür hinter dir schließen: Dann ist Feierabend und die „Arbeit“ ist aus dem Blick. Die Größe eines Arbeitszimmers im Einfamilienhaus-Grundriss richtet sich natürlich nach deiner Tätigkeit und wie viel Platz du dafür benötigst. Clever ist eine Kombinutzung des Arbeitszimmers mit einer Übernachtungsmöglichkeit für Gäste. Wenn du die Möglichkeit hast, plane dein Arbeitszimmer so groß, dass hier auch ein Gästebett gut Platz findet.



Abstellräume & Keller:

Rund 10000 Dinge besitzt ein Deutscher durchschnittlich – diese wollen untergebracht werden. Den Wert von sinnvoll bemessenem und platziertem Abstellraum kann man daher gar nicht hoch genug bewerten. Ob in Form von separaten Räumen und Einbauschränken, einem Keller oder in Garagen und Schuppen: Je nach Staugut brauchst du unterschiedliche Räumlichkeiten. Denn Fahrräder und Surfboards brauchen eine andere Unterbringung als Wintermäntel, Essensvorräte oder Wein. Überlege genau, was du alles unterbringen musst oder willst und welche Lagerbedingungen die Gegenstände benötigen. Bietet dein Grundstück keine oder weniger Möglichkeiten, oberirdisch zusätzliche Abstellfläche zu realisieren, lohnt sich vielleicht der Bau eines Kellers.

Flure & Treppen
Sie gehören zu den sogenannten Verkehrsflächen. Diese verbinden die unterschiedlichen Nutzungsbereiche des Hauses miteinander. Meist bemisst man sie zugunsten der Wohnfläche möglichst knapp. An bestimmten Stellen ist es aber sinnvoll, etwas großzügiger zu sein. Das Entree eines Hauses mit Garderobe solltest du beispielsweise nicht zu sparsam ausgelegen. Auch die Treppe benötigt ausreichend Platz, damit sie ein komfortables Steigungsverhältnis erhält. Den Platz unter der Treppe kannst du als praktischen Stauraum nutzen.

Wieviel Quadratmeter braucht man?

Bei der Planung des Einfamilienhaus-Grundriss ist die aktuelle beziehungsweise geplante Familiengröße einer der wichtigsten Parameter. Sie wirkt sich unmittelbar auf den Platzbedarf sowie das Raumprogramm aus. Neben individuellen Schlafzimmern für jedes Kind ist vielleicht auch ein separates Kinderbad eine gute Idee. Je mehr Personen in deinem Haushalt leben, desto mehr Abstellraum, Platz am Esstisch et cetera brauchst du.

Wenn du die Positionen aus deiner persönlichen Raumbedarfsanalyse zusammenzählst, kommen schnell viele Quadratmeter Wohnraum zusammen. Häufig übersteigt dies das zulässige Maß der Bebauung auf deinem Grundstück oder aber das Baubudget. Dann gilt es, durch eine clevere Planung und Anordnung der Räume zueinander „überflüssige“ Quadratmeter zu sparen.

5. Expertentipp

„Je größer ein Grundriss, desto teurer wird auch das Haus – denn jeder Quadratmeter Wohnfläche kostet. Aber auch die Art der Grundrissplanung beeinflusst die Baukosten. So kommen die seit vielen Jahren schon sehr beliebten offenen Grundrisse mit weniger reinen Bewegungsflächen aus. Bei ihnen gehen Küche, Essplatz und teilweise sogar das Wohnzimmer offen ineinander über. Das spart zum einen Quadratmeter, zum anderen das Material für trennende Innenwände und somit Kosten. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Wenn man alle Innenwände im Wohngeschoss weglässt, können sehr große Deckenspannweiten entstehen. Dann können aus statischer Hinsicht aufwendigere Konstruktionen notwendig werden. Diese können wiederum zu Mehrkosten führen. Um das richtig einzuschätzen, sollten Bauherren sich auf den Rat von Profis verlassen: Das Architektenteam bei Gussek Haus plant Grundrisse in der Regel so, dass unnötige Mehrkosten möglichst vermieden werden. Trotzdem erhält der Kunde einen Grundriss, der seine Wohnvorstellungen optimal erfüllt.“
Sven Kosel, Planungsleiter bei Gussek-Haus

Wie sollte ich den Grundriss beim Einfamilienhaus gestalten?

Um aus deiner Raumbedarfsanalyse einen Grundriss zu erstellen, ordnest du die einzelnen Nutzungsbereiche nach funktionalen Aspekten. Ordne sie so an, dass der daraus entstehende Einfamilienhaus-Grundriss dein Alltagsleben erleichtert. Gleichzeitig sollen hohe räumliche Qualitäten im Haus entstehen

Überprüfung der Funktionalität des Einfamilienhaus-Grundrisses
Versuche die Wege in deinem Haus möglichst kurz zu halten. Kompakte Grundrisse kommen meist mit weniger Quadratmetern aus: bei ihnen gruppieren sich die benötigten Zimmer um eine zentral gelegene Erschließungszone (Treppe + Flur).

Für kurze Wege sorgt auch eine funktional sinnvolle Gruppierung der verschiedenen Wohnbereiche. Das erleichtert deinen Alltag ganz erheblich. Nahe am Eingang des Hauses sollte die Garderobe, das Treppenhaus sowie die Küche im Grundriss liegen. Neben der Küche ordnest du idealerweise direkt die Speisekammer und das Esszimmer an. Besonders schön ist es, wenn der Koch- und Essbereich auch einen direkten Zugang zu Terrasse und Garten besitzt. So kannst du im Sommer wahlweise im Freien essen. Das Wohnzimmer kann sich – ganz nach Wunsch und Nutzungsart – direkt und offen an diesen Bereich angliedern.

Räume mit hohem Installationsaufwand wie Küche, Bad und Technikraum sollten nahe beieinander oder übereinander liegen. Es kann auch sinnvoll sein, den Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine oben einzuplanen, wo die Schmutzwäsche anfällt – oder einen Abwurfschacht aus dem Bad nach unten einzubauen. Wenn du die Möglichkeit hast, bringe im Eingangsgeschoss auch das Gästezimmer beziehungsweise das Home-Office unter. Wenn es geht, so groß, dass du es später auch als privates Schlafzimmer nutzen kannst. Direkt daneben macht ein Gästebad Sinn. Dann kannst du im Alter komfortabel auf einer Ebene wohnen.

Über die hausinterne Treppe verbindest du das Wohngeschoss mit der Ebene im Haus, wo die individuellen Schlaf- und Bade-Zimmer liegen. Üblicherweise befinden sich diese im Dach- beziehungsweise Obergeschoss. Ein Hanghaus betrittst du eventuell von oben – dann finden die Schlafzimmer samt der Privatbäder auf der unteren Etage ihren Platz.

6. Expertentipp

„Alle Fenster von Wohnräumen, die sich zur Sonne orientieren, sollten mit einer effektiven Verschattung ausgestattet werden. Am besten wird diese außen vor den Fenstern angebracht. Das können Vordächer, weite Dachüberstände oder Balkone sein, die darunterliegende Fensterflächen vor allem im Sommer verschatten. Bewegliche Schattenspender, wie Rollläden oder Raffstores, lassen eine zu jeder Jahreszeit individuell gewünschte Tageslichtsteuerung zu. So vermeidet man in der warmen Jahreszeit eine Überhitzung der Innenräume.“
Dieter Georgi, Architekt Gussek-Haus

Erst den Einfamilien-Haus Grundriss erstellen und dann das Haus suchen?

Dein Haus ergibt sich aus deiner individuellen Grundrissplanung. Du kannst Glück haben und in Zeitschriften oder im Internet Haus- und Grundrissbeispiele finden, die mit deinen Vorstellungen weitgehend übereinstimmen. Diese können eine gute Grundlage für ein individuelles Planungsgespräch darstellen. Trotzdem solltest du auch diese Einfamilienhaus-Grundrisse genau mit deinen und den Anforderungen deiner Familie im Detail abgleichen. Ganz wichtig: Prüfe, ob diese mit den Voraussetzungen und den rechtlichen Rahmenbedingungen deines Grundstückes harmonieren. Die meisten Haushersteller bieten viele sehr unterschiedliche Entwurfsideen an. Diese sind aber nie in „Zement gegossen“, sondern werden in ausführlichen Planungs- und Beratungsgesprächen auf deine Wünsche und Möglichkeiten angepasst. Grundsätzlich ist dabei fast alles möglich. Besonders komplizierte Einfamilienhaus-Grundrisse können aber auch für höhere Baukosten sorgen.

7. Expertentipp

„Jede Bauweise hat ihre spezifischen Vorteile. Grundsätzlich gilt: Wer bei der Planung bereits die Stärken, aber auch die physikalischen Grenzen eines Baustoffes und einer Bauweise berücksichtigt, kommt günstiger zum Haus. Das gilt auch für den Holztafelbau. Dass diese Bauweise Bauherren bei der Grundrissplanung auf bestimmte Rastermaße festlegt, trifft für renommierte, erfahrene Fertighaus-Anbieter ganz sicher nicht zu. Ob beim Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhaus: Dank der Vorteile unserer modernen Holzfertigbauweise können wir im Prinzip jeden Grundrisswunsch unserer Bauherren erfüllen.“
Sven Kosel, Planungsleiter bei Gussek-Haus

Wer darf einen Einfamilienhaus-Grundriss erstellen?

Das kommt darauf an, wofür der Einfamilienhaus-Grundriss gedacht ist. Entwurfsskizzen kannst du selbst anfertigen. Das ist sinnvoll, um Beratungs- oder Planungsgespräche mit dem Hausanbieter deiner Wahl vorzubereiten. Einfamilienhaus-Grundrisse für das Baugesuch müssen von einem vorlageberechtigten Architekten oder Planer erstellt und unterschrieben werden. Er berücksichtigt alle genehmigungsrelevanten Aspekte. Dasselbe gilt für die Werkpläne, nach denen dein Haus schließlich gebaut wird. Auch diese Einfamilienhaus-Grundrisse sind die Sache von Fachleuten.

Fazit:

Dein Grundriss ist die Grundlage für dein perfektes neues Zuhause. Je besser du weißt, welche Anforderungen du an ihn stellst, desto besser wird er. Sehr wichtig bei der Planung deines Hausgrundrisses sind die rechtlichen Voraussetzungen auf deinem Baugrundstück. Du solltest daher möglichst viele Informationen über seine Bebaubarkeit und seine Besonderheiten sammeln und diese bei der Grundrissplanung berücksichtigen. Ein Planungsexperte, wie zum Beispiel ein Architekt oder Haushersteller, der auf die Planung und den Bau von Einfamilienhäusern spezialisiert ist, hilft dir, deine Wünsche mit allen wichtigen Parametern –wie Baurecht und Baubudget – perfekt in deinem individuellen Einfamilienhaus-Grundriss zu vereinen.

Fotos und Grundrisse: Gussek-Haus

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