Bodenplatte Kosten: so kannst du sparen

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Bild: Glatthaar Keller

Die direkt ans Erdreich grenzende Bodenplatte ist nicht nur eine kosteneffiziente Alternative zum Keller, sondern auch ein essenzieller Bestandteil jedes Gebäudes. In diesem Ratgeber erhältst du einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Kostenaspekte: von der Planung über die Erdarbeiten bis hin zur Fertigstellung der Bodenplatte. Zudem geben wir Tipps, wie du rund um den Bau der Bodenplatte Kosten sparst.

Was ist eine Bodenplatte?

Ob du dein Haus auf einen Keller baust oder auf ihn verzichtest, musst du als Bauherr*in selbst entscheiden. Wenn du den Keller weglassen möchtest, baut das Erdgeschoss direkt auf die Bodenplatte. Als Bodenplatte ist hier der ans Erdreich grenzende Boden des untersten Geschosses gemeint. Dieser Teil des Gebäudes trägt die Gesamtlast und leitet sie gleichmäßig an den Erdboden weiter.

Folgende Schritte gehören zum Bau einer Bodenplatte:

  • 1. Bodengutachten
  • 2. Planung Bodenplatten Ausführung
  • 3. Aushub auf der Baustelle
  • 4. Ausführung der Sauberkeitsschicht
  • 5. Dämmung der Bodenplatte
  • 6. Verlegung der Schalung
  • 7. Einbringen der Bewehrung
  • 8. Gießen der Platte mit Beton

Für eine Bodenplatte kann es zwingende Gründe geben: hierzu gehören die Kostenersparnis gegenüber einem Keller, die Zeitersparnis oder der Wunsch nach kompletter Barrierefreiheit. Auch die Bodenbeschaffenheit kann in manchen Fällen gegen einen Keller und für eine Bodenplatte sprechen. Zum Beispiel wenn der Untergrund sehr felsig ist, ein hoher Grundwasserstand herrscht oder wenn die Böden mit Schadstoffen belastet sind. Die genannten Punkte haben aber natürlich auch Auswirkungen auf die Ausführung einer Bodenplatte.

Übrigens: Auch ein Haus mit Keller verfügt über eine Bodenplatte, in so einem Fall handelt es sich um eine Kellerbodenplatte.

Wie viel kostet eine Bodenplatte für ein Haus?

Es gibt verschiedene Arten von Bodenplatten, die sich in ihrer Funktion und den Kosten unterscheiden. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen elastisch gebetteter Bodenplatte mit und ohne Wärmedämmung unterhalb der Bodenplatte, Streifenfundament, Punktfundament und Thermobodenplatte.

1. Als elastisch gebettete Bodenplatte bezeichnet man die herkömmliche, tragende Bodenplatte. Sie besteht aus einer durchgehenden, vollflächigen Fundamentplatte und wird bei hohen Baulasten oder weichen Böden eingesetzt. Die Bodenplatte Kosten liegen hier bei mehreren hundert Euro pro Quadratmeter. Entscheidend sind dabei häufig der Grad der Belastung durch das Gebäude und die Beschaffenheit des Untergrunds.

2. Streifenfundamente kommen in Verbindung mit einer nicht tragenden Bodenplatte zum Einsatz. Voraussetzung ist ein tragfähiger Untergrund. Eine Streifenfundamentplatte trägt die Lasten über die Fundamente ins Erdreich ab. Häufig kommt diese Variante beim Bau von Garagen oder Gartenhäuschen zum Einsatz. Wieviel eine solche Bodenplatte kosten wird, ist schwer kalkulierbar: in der Regel liegt der Preis pro Quadratmeter etwas höher als beim Plattenfundament.

3. Punktfundamente finden Verwendung bei Gebäuden, die aus einem Skelett aus Stützen bzw. Trägern aufgebaut sind, dies sind häufig z.B. Hallen. Sie können auch in Kombination mit Plattenfundament oder Streifenfundament zum Einsatz kommen. Zum Beispiel wenn ein besonders hohes Gewicht auf einem einzelnen Punkt lastet, wie bei einem Schornstein.

4. Eine Thermobodenplatte ist eine normale Bodenplatte mit Wärmedämmung, also der Kombination aus Fundament, und -Dämmung. Sie wird bei Passivhäusern und energieeffizienten Gebäuden eingesetzt. Der Preis pro Quadratmeter liegt hier in der Regel deutlich höher, da es sich quasi um eine der drei genannten Varianten mit zusätzlicher Wärmedämmung handelt.

Zudem beeinflussen folgende Punkte die Höhe der Bodenplatte Kosten:

  • Bodengutachten
  • Die Dicke der Bodenplatte
  • Ausführungsweise der Bodenplatte
  • Von den Lasten abhängiger Bewehrungsgrad (Bewehrung = in die Bodenplatte eingelegtes Stahlnetz)
  • Höhe der Ausgaben für Erdarbeiten, Sauberkeitsschicht und Dämmung
  • Geografische Lage des Bauplatzes

Was kostet eine 100 qm Bodenplatte?

Die insgesamt fälligen Bodenplatte Kosten sind schwer abzuschätzen und hängen unter anderem von Grundfläche, Art der Bodenplatte, Bodenbeschaffenheit sowie den fälligen Material- und Arbeitskosten ab. Hierzu gehören aber in jedem Fall: Bei einer Standard-Bodenplatte liegen die reinen Kosten fürs Gießen und die Schalung bei 100 bis 300 Euro Kosten pro Quadratmeter. Hinzu kommen die Betonarbeiten im hochwertigen Standard mit gedämmter Bodenplatte und wahlweise inklusive Streifenfundamente sowie die Erdarbeiten. Außerdem musst du für Abdichtung, Estrich und wahlweise Drainage mit weiteren Kosten im oberen vierstelligen Bereich rechnen. Insgesamt liegen die Bodenplatte Kosten einer 100 qm großen Bodenplatte in der Regel im mittleren fünfstelligen Bereich (Euro).

Was kostet die Bodenplatte inklusive Erdarbeiten?

Die Bodenbeschaffenheit ist ein entscheidender Faktor für die Kosten der Erdarbeiten und damit für den kompletten Bau des Gebäudes. Um unter anderem herauszufinden, ob der Boden belastet ist, wie hoch der Wasserstand ist, ob es sich um eine Erdbebenzone handelt, wie frostempfindlich der Boden ist und um welche Bodenklasse es sich handelt, muss ein Bodengutachten erstellt werden. Die Kosten für den Aushub der Baugrube und die Entsorgung des Abraums richten sich u.a. dann nach der jeweiligen Bodenklasse und liegen in der Regel zwischen ca. 18 und 80 € pro m³ Kosten.

Weitere Kosten können außerdem hinzukommen, wenn sich Schadstoffe im Boden befinden. Neben der Bodenklasse spielen für die Kosten zudem die Menge des Erdaushubs sowie die Entfernung zur Deponie und deren Kapazitäten eine Rolle. Bei nicht belasteten Böden und einer Grundfläche von rund 100 qm ergäben sich somit Kosten von etwa 3.000 bis 5.000 Euro für die Entsorgung des Aushubs.

Dabei empfiehlt es sich, Bodenplatte und Erdarbeiten aus einer Hand zu beziehen – und zwar von einem spezialisierten Kellerbauunternehmen. Denn eine fachgerechte Ausführung ist bei Erdarbeiten sowie allen das Fundament betreffenden Arbeitsschritten unerlässlich. Nur wenn diese einwandfrei ausgeführt wurde, sorgen sie auch langfristig für die nötige Stabilität und Sicherheit des Gebäudes. Um einen reibungslosen Bauprozess und eine problemlose Zusammenarbeit zwischen den Gewerken zu gewährleisten, empfiehlt es sich, dass Erdarbeiten und der Bodenplattenbau Hand in Hand ablaufen. Ein besonderer Vorteil ist hier die Zeitersparnis. Denn wenn alles aus einer Hand kommt, reduziert sich der Abstimmungsbedarf und die Baufamilie kann sich immer an einen festen Ansprechpartner wenden.

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Auch die Menge des Erdaushubs spielt eine Rolle für die Kosten der Erdarbeiten. Bild: Glatthaar Keller

Welche Bodenplatte beim KfW40 Standard?

Um die KFN-Förderung Klimafreundlicher Neubau zu erhalten, muss ein Energiesparhaus Stand heute (September 2023) mindestens den KfW40 Standard erfüllen. Die Förderung greift dann über einen zinsverbilligten KfW-Kredit mit Zinsbindung für die ersten 10 Jahre. Aufgrund der strengen Richtlinien bezüglich der Förderungsvergabe, lässt sich beim Bau eines Energiesparhauses mit der Bodenplatte deutlich an Kosten sparen im Vergleich zum Bau mit Keller.  

Gut geeignet für KfW-Förderungen und Passivhäuser ist die Flexbodenplatte des Keller-Spezialisten Glatthaar: je nach Ausführung und Baugrund kommt hier die EcoHit-Bodenplatte oder die Variante Vario-Bodenplatte zum Einsatz. Sie können bei geneigten Baugrundstücken sowie schlechtem Baugrund eingesetzt werden. Hier wird die Frostsicherheit durch einen vom Tiefbauunternehmen verbauten frostunempfindlichen Schotterbau (EcoHit) oder eine Frostschürze (Vario) gewährleistet.

Welchen Einfluss hat die Bodenklasse auf die Kosten der Bodenplatte?

Unterschiedliche Böden sind auch unterschiedlich belastbar. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Böden auf deinem Grundstück vorhanden sind. Um dies herauszufinden, ist es notwendig, ein Baugrundgutachten erstellen zu lassen. Bei einem Baugrundgutachten wird das Grundstück beprobt und die wichtigsten Parameter für die Planung der Bodenplatte ermittelt. Hierzu gehört auch die Ermittlung der Bodenklassen. Sie haben einen Einfluss darauf, wie tragfähig Ihr Baugrund ist.

Sollte der vorliegende Boden nicht tragfähig genug sein, so kann dem mit einem dickeren Schotterpolster und einem erhöhten Stahlgehalt der Bodenplatte (dieser dient der Stabilisierung) entgegengewirkt werden. Hier sind die Bodenklassen 1 und 2 zu nennen, welche keinen stabilen Baugrund darstellen und so zu einem erhöhten Bodenaushub und anschließend zu einem erhöhten Schotterbedarf führen. Auf der anderen Seite entsteht bei Böden der Bodenklassen 6 und 7 ein Mehraufwand, da diese schwerer zu lösen sind und somit schwereres Gerät benötigt wird. Bei diesen Bodenklassen kann sich der zeitliche Aufwand erhöhen, was wiederum zu Mehrkosten führt. Ein Boden der Bodenklasse 3 bis 5 stellt in der Regel einen guten Baugrund dar und verursacht auch bei den Erdarbeiten leicht zu kalkulierende Kosten.

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Neben den Bodenplatte Kosten kommen noch die Ausgaben für die Erdarbeiten dazu – dabei spielt die Bodenklasse eine wichtige Rolle. Bild: Glatthaar Keller

Welche Dämmung kommt unter die Bodenplatte?

Die Wärmedämmleistung von Beton ist so gering, dass man bei einer ungedämmten Bodenplatte von Heizenergieverlusten ausgehen kann. Folglich ist eine Dämmung unter der Bodenplatte unerlässlich. Bei einem Neubau kommt in der Regel eine Perimeterdämmung (Dämmschicht unterhalb der Bodenplatte) infrage. Der Dämmstoff unter der Bodenplatte muss im Hinblick auf seine statischen Eigenschaften dafür bauaufsichtlich zugelassen sein.

Die sogenannte Perimeterdämmung im erdberührten Bereich unterhalb der Bodenplatte muss besonders hart im Nehmen sein, denn sie ist Feuchtigkeit und Druck ausgesetzt. Deshalb kommen geschlossen-porige Schaumstoffe, wie Platten aus XPS (diese sind Standard), PUR oder Schaumglas zur Anwendung sowie Recycling-Materialien aus Altglas wie Blähglas oder Schaumglas-Granulat. Sie alle sind druckfest und Wasser kann ihnen nichts anhaben.

Beispiel Aufbau Flex-Bodenplatte von Glatthaar: Als Basis dient bei der Variante EcoHit für geneigte Grundstücke und schlechten Untergrund ein frostsicherer Schotterunterbau. Bei der Variante Vario für ebene Grundstücke wird die Frostsicherung durch eine umlaufende Betonfrostschürze erreicht. Um eine tragende Konstruktion zu schaffen, wird die Bewehrung in Form von großflächigen Stahlmatten und Zulagebewehrung (Stabstahl) eingebracht. Diese sind mit druckfestem Beton vergossen und verdichtet.

Eine besonders hohe Dämmwirkung wird erzielt, wenn Unterseite und Stirnseite der Bodenplatte ebenfalls eine Dämmung erhalten. Beide Varianten können variabel auf den gewünschten Haus-Grundriss angepasst werden. Die Montage vor Ort nimmt in der Regel nicht mehr als 3 Tage Bauzeit in Anspruch.

Welche Arbeiten fallen vor dem eigentlichen Bauprozess an?

Vor dem eigentlichen Bauprozess stehen die Erdarbeiten an. Sie umfassen alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um das Gelände für den weiteren Bau vorzubereiten. Dazu gehören:

  • Erstellung des Bodengutachtens
  • Der Aushub
  • Die Planierung
  • Die Entwässerung

Bodengutachten: es kostet in der Regel zwischen 800 und 2.500 Euro und du erfährst, mit welchem Untergrund du es zu tun hast und welche Probleme dich eventuell erwarten. Wer darauf verzichtet, nimmt das Risiko in Kauf, dass Veränderungen im Baugrund Setzungsrisse nach sich ziehen. Schwere Bauschäden sind die Folge. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen keinen Keller, bzw. Bodenplatte ohne Baugrundgutachten bauen.

Hol dir im Idealfall mehrere Angebote zur Erstellung von Bodengutachten ein. Das Geld ist gut investiert, denn egal welchen Bauanbieter du später auswählst – das Bodengutachten wird ein wichtiger Teil der Vereinbarung werden.

Von der Bodenbeschaffenheit hängt unter anderem ab, wie aufwendig der Erdaushub und wie teuer die Gründung des Gebäudes wird. Felsiger Grund zum Beispiel erschwert das Ausheben des Erdreichs, sodass für das dann benötigte schwere Gerät entsprechend hohe Kosten anfallen. Zu weicher Boden dagegen erfordert aufwendige Maßnahmen, um die Lasten des Gebäudes sicher und gleichmäßig zu verteilen.

Erdaushub: eine gute Möglichkeit, Kosten zu sparen, ist es, den Erdaushub ganz oder teilweise selbst zu verwenden. Damit lassen sich beispielsweise Hügel oder Böschungen aufschütten, um den Garten abwechslungsreich zu gestalten. Die oberste Schicht nennt sich Mutterboden und ist besonders nährstoffreich, wodurch sie gut verwendet werden kann. Je nach Größe des Aushubs, muss das Erdreich zwischengelagert, bzw. abtransportiert werden. Für das Abnehmen eines sauberen Aushubs verlangen Deponien 8 bis 12 Euro pro Kubikmeter. In den meisten Fällen darf der Aushub nicht anderweitig verbaut werden und muss abgefahren werden.

Die Planierung: hierdurch wird das Erdreich für die spätere Bebauung geebnet und entsprechend vorbereitet. In diesem Schritt tragen Planierraupen und/oder Rüttelplatten die Unebenheiten ab, bzw. befüllen diese und verdichten die Oberfläche.

Die Entwässerung: bei der Entwässerung geht es um die sachgerechte Abführung der Abwässer. Der zuständige Architekt legt den Verlauf für die Entwässerung fest und übernimmt die Planung. Bei der Bodenplatte verläuft die Entwässerung immer durch die Bodenplatte. Je nach Baugebiet lässt sich das Regenwasser getrennt von den Abwässern des Gebäudes ableiten und einem gesonderten Regenwasserkanal zuführen. Alternativ werden sämtliche Abwässer einer gemeinsamen Leitung und anschließend dem Anschlusskanal zugeführt. Je nach Lage des Bauplatzes ist eine Rückstausicherung notwendig.

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Bodenplatte Kosten: Die Erdarbeiten sind nötig, um das Gelände für den weiteren Bau vorzubereiten. Bild: Glatthaar Keller

Was kostet ein Keller im Vergleich zur Bodenplatte?

Regional gibt es hier sehr große Unterschiede, was den Preis für einen Keller sowie die Bodenplatte Kosten angeht. Das betrifft natürlich auch die Qualität.

Die Kosten für einen Keller variieren je nach Eigenschaft, Ausstattung und Größe. Wenn du auf den Keller verzichtest und stattdessen eine Bodenplatte einbauen lässt, brauchst du zusätzlichen Stauraum. Zudem brauchst du im Erdgeschoss einen Technikraum.

Je nach Bodenqualität, Bauausführung und geplanter Nutzung muss man für einen Keller mit einer Grundfläche von zum Beispiel 70 Quadratmetern mit Gesamtkosten im mittleren bis oberen fünfstelligen Bereich rechnen. Die Bodenplatte Kosten bei gleicher Grundfläche liegen im Vergleich in der Regel mehrere zehntausend Euro unter den Kosten für einen Keller. Die Kostenunterschiede beim Keller ergeben sich vor allem dadurch, dass Wohnkeller teurer sind als unbeheizte Keller.

Wie tief muss der Aushub für eine Bodenplatte sein?

Als allgemeine Regel gilt in vielen Gebieten eine Aushubtiefe von 80 bis 100 cm, um die Frosttiefe zu berücksichtigen und eine stabile Basis für die Bodenplatte zu gewährleisten.

Die Tiefe des Aushubs ist in erster Linie von der Ausführungsvariante der Bodenplatte abhängig. Nur bei zum Beispiel der Ausführungsvariante EcoHit von Glatthaar muss der Aushub entsprechend der Frosttiefe stattfinden. Bei jeder Frosttiefe muss der Aushub mindestens 80 cm betragen, sodass die frostfreie Gründung der Bodenplatte unterhalb der Frosttiefe lieg. Dies verhindert, dass die Bodenplatte durch Frosthebung angehoben wird.

In solchen Gegenden liegt der frostfreie Bereich teils in einer Tiefe von bis zu 120 cm. In dieser Tiefe kommt meistens eine Frostschürze zum Einsatz. Eine Frostschürze ist ein unbewehrtes Fundament, das unterhalb der Bodenplatte liegt. Sie ist nicht für den Lastabtrag zuständig, sondern ausschließlich für die Frostsicherheit. Die Frostschürze stellt eine Barriere für den Frost dar und sorgt dafür, dass kein Frost unter die Bodenplatte gelangen kann. Der dabei entstehende, höhere Betonverbrauch ist bei den Bodenplatte Kosten entsprechend mit einzurechnen.

Welche Dicke muss eine Bodenplatte haben?

Allgemein gilt: die Dicke des Fundaments bei Terrassen oder Einfahrten beträgt 20 cm und ist damit ähnlich dick wie die Bodenplatte für ein Einfamilienhaus. Die genaue Stärke der Bodenplatte wird von einem Statiker berechnet. Sie hängt ebenso wie die Tiefe des Aushubs von unterschiedlichen Faktoren ab. Entscheidend ist in erster Linie die Belastung, welcher die Bodenplatte standhalten muss. Ein schwereres Gebäude benötigt entsprechend einen höheren Bewehrungsgrad bei der Fundamentplatte. Hinzu kommt die Beschaffenheit des Bodens – denn auf manchen Böden muss die Bodenplatte möglicherweise dicker und verstärkter sein. Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit gibt das Bodengutachten.

Fazit Bodenplatte Kosten

Es gibt verschiedene Ausführungen von Bodenplatten, die sich in ihrer Funktion und den Kosten unterscheiden. Die Bodenplatte Kosten variieren je nach Dicke der Bodenplatte, Ausführung und geografischer Lage des Bauplatzes.

Im Vorfeld zur Erstellung der Bodenplatte müssen die Erdarbeiten durchgeführt werden. Um die Kosten für die Erdarbeiten besser einschätzen zu können, ist ein Bodengutachten notwendig. Generell ist es sinnvoll, Erdarbeiten und Bodenplatte aus einer Hand zu beziehen. Dies gewährleistet nicht nur eine fachgerechte Ausführung, sondern reduziert auch den Abstimmungsbedarf zwischen den Gewerken und spart somit Zeit und Geld. Nicht zuletzt garantiert der so zustande kommende reibungslose Bauprozess auch die Sicherheit des Gebäudes.

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