Mietkautionsbürgschaft anstatt Barkaution – Vorteile und rechtliche Aspekte

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Bild: Shutterstock, Studio Romantic

Die Mietkaution dient als Sicherheit für den Vermieter. Bei Schadensfällen, die durch den Mieter verursacht worden sind, kann er das Geld unter bestimmten Bedingungen für Reparaturen oder Renovierungsarbeiten verwenden. Alternativ können sich beide Parteien für eine Mietkautionsbürgschaft entscheiden.

Was ist eine Mietkautionsbürgschaft?

Bei der Mietkautionsbürgschaft handelt es sich um einen Vertrag, der zwischen dem Mieter und dem Bürgschaftsgeber abgeschlossen wird. Bei diesem handelt es sich oft um eine Versicherung, an die sich der Vermieter wenden kann, wenn der Mieter seine Verpflichtungen nicht erfüllt. Die Versicherung gibt dem Vermieter dann den geforderten Betrag. Sie darf allerdings nicht über der Bürgschaftssumme liegen. Dementsprechend kann eine Mietkautionsbürgschaft die Kaution in bar oder das Kautionssparbuch ersetzen.

Mieter müssen keine hohe Kaution auf einen Schlag entrichten

Die Kaution wird dem Mieter nach der Beendigung des Mietverhältnisses in der Regel vom Vermieter zurückerstattet. Allerdings kann das eine Weile dauern. Bis zu sechs Monate darf er sich dafür Zeit lassen. Bis dahin musste der Mieter aber schon längst eine neue Kaution für das nachfolgende Mietverhältnis leisten. Da es sich je nach Größe der Wohnung schnell um mehrere Tausend Euro handelt, kann das eine große finanzielle Belastung bedeuten. Diese sparen sich Mieter mit einer Mietkautionsbürgschaft, für die sie nur einen geringen monatlichen Beitrag zahlen.

Darüber hinaus können sie von vielen weiteren Vorteilen profitieren. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, eine bereits gezahlte Kaution durch eine Mietbürgschaftskaution zu ersetzen. So gelangen Mieter früher wieder an ihr Geld. Üblicherweise gibt es keine Vertragslaufzeiten, sodass sie sich jederzeit umentscheiden können. Sofern sie das im ersten Monat nach der Ausstellung tun, müssen sie in der Regel gar keinen Beitrag zahlen. Das ist auch dann praktisch, wenn der Vermieter die Mietkautionsbürgschaft ablehnt.

Vermieter müssen kein Kautionssparbuch anlegen

Nicht nur für Mieter ist die Mietkautionsbürgschaft im Vergleich zur klassischen Mietkaution eine interessante Alternative. Auch der Vermieter genießt eine Reihe von Vorteilen. Beispielsweise muss er sich nicht um die Eröffnung und Verwaltung eines Kautionssparbuchs kümmern. Im Schadensfall hat der Vermieter schnellen Zugriff auf das Geld. Außerdem muss er selbst keine Kosten fürchten, die beim Anlegen eines Mietkautionssparbuchs fällig werden würden.

Diese rechtlichen Aspekte sind zu beachten

Vermieter können sich darauf verlassen, dass bei einer Mietkautionsbürgschaft die gleiche Rechtssicherheit wie bei einer Barkaution vorliegt. Die Höhe der Bürgschaftssumme entspricht dabei immer der Mietkaution. Diese darf nicht höher als drei Monatsnettokaltmieten sein. Die Verwendung der Mietkaution beziehungsweise der Mietbürgschaftskaution ist nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Der Vermieter darf zum Beispiel in diesen Fällen darauf zurückgreifen:

  • Mietschulden
  • Offene Nebenkostenvorauszahlungen
  • Ausstehende Zahlungen aufgrund einer Betriebskostenabrechnung
  • Schäden, die der Mieter zu verantworten hat

Nicht inbegriffen sind normale Gebrauchsspuren. Mietern sollte bewusst sein, dass sie auch mit einer Mietkautionsbürgschaft verpflichtet sind, für berechtigte Forderungen durch den Vermieter aufzukommen. Zwar werden diese bis zur Höhe der Bürgschaftssumme vom Bürgschaftsgeber an den Vermieter gezahlt, sie müssen anschließend aber vom Mieter rückerstattet werden. Die Zahlung des monatlichen Beitrags entbindet sie davon nicht.

Die richtige Mietkautionsbürgschaft finden

Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter für Mietbürgschaftskautionen. Um den passenden Versicherungsgeber zu finden, sollten Mieter vor allem auf diese Aspekte achten:

  • Kostenfreie Rückgabe innerhalb von 30 Tagen: Viele Mieter holen sich eine Mietkautionsbürgschaft schon für die Bewerbung der Wohnung, um den Vermieter zu beeindrucken. Sollte er aber mit dieser Art der Kaution nicht einverstanden sein, kann die Bürgschaft ohne Beitragszahlung zurückgegeben werden.
  • Online-Abschluss: Manchmal muss es schnell gehen. Mieter, die eine Wohnung unbedingt bekommen und dem Vermieter ihre Entschlossenheit zeigen möchten, brauchen zeitnah eine Mietkautionsbürgschaft. Wenn sie online abgeschlossen werden kann, liegt sie nach erfolgreichem Vertragsabschluss binnen weniger Augenblicke vor.
  • Beitragshöhe: Wie hoch der monatliche Beitrag ist, hängt von der vereinbaren Bürgschaftssumme ab. Manche Versicherer bieten auch die vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Beitragszahlung an. Dadurch lässt sich oft ein wenig Geld sparen.

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