Intelligente Haustechnik

Smarthome
Foto: Somfy

Automatisierte Abläufe machen das Leben im eigenen Haus komfortabler, sicherer und helfen auch beim Energiesparen. Sehr wichtig ist eine rechtzeitige und gute Planung der Elektrotechnik.

Rund 14 Milliarden Euro verschenken die deutschen Bürger jährlich in ihren eigenen vier Wänden. Der Grund: „Sie nutzen nicht die Möglichkeiten, den Energieverbrauch deutlich zu senken – für mehr als 80 Prozent der Deutschen sind diese sogar unbekannt.“ Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Messe Frankfurt.

Während den Bauherren im Bad und Küche das Herz (und das Portemonnaie!) aufgeht, kann das Thema Elektroinstallation relativ wenige vom Hocker reißen. Auf die Frage „Wie wichtig ist Ihnen Elektrotechnik, um zuhause für Komfort, Sicherheit und Wohlbefinden zu sorgen?“ antworteten  im Zuge der Infratest-Erhebung 54 Prozent der Befragten mit „wichtig“ bzw. „sehr wichtig“. Auf der anderen Seite hielten 46 Prozent die Elektrotechnik für „unwichtig“.

Das ist ein Fehler, denn Elektroinstallation beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Stromversorgung des Haushalts. Internet, TV und Multimedia oder auch Gebäudeautomation – all das sind Bereiche, die zunehmend eine Rolle spielen und deshalb sorgsam geplant werden sollten. Je besser hier die Planung, umso mehr Freude macht das Wohnen in den eigenen vier Wänden und bietet große Vorteile:

– Weniger Energieverbrauch
– Mehr Sicherheit
– Mehr Komfort
– Mehr Flexibilität

Wenn es um das Thema Energiesparen geht, denken die meisten Bauherren an Dämmung und Heizung. Dass darüber hinaus in der Gebäudeautomation weitere Potenziale schlummern, entdecken viele erst zu spät. Aus einer Studie der Hochschule Biberach geht hervor, dass die automatische Nachtabsenkung der Heizung von 20 auf 16 Grad Celsius Einsparungen von bis zu elf Prozent erbringen kann. Eine Kopplung des Fensterkontakts mit dem Heizungsventil – das bedeutet, die Heizung senkt sich automatisch ab, wenn ein Fenster geöffnet wird – sorgte unter Laborbedingungen für zusätzliche Einsparungen von drei bis vier Prozent.

Bei der Sicherheit steht der Schutz vor einem Stromschlag an oberster Stelle, z.B. für den Fall, dass eine Leitung defekt oder die Isolation an einem Gerät oder Stecker beschädigt ist. In beiden Fällen besteht eine im schlimmsten Fall tödliche Gefahr. Diesem Risiko kann man mit Fehlerstromschutzschaltern (FI) aus dem Weg gehen.

Der Einsatz des FI ist in besonders gefährdeten Bereichen wie Badezimmer oder Garten vorgeschrieben, und auch die Kinderzimmer sollten damit unbedingt abgesichert sein. Spezielle Kindersteckdosen unterbinden zudem den Forscherdrang der Kleinen. Rauchmelder können Leben retten und sind inzwischen in immer mehr Bundesländern vorgeschrieben. Schließlich erhöhen Alarmanlagen die Sicherheit eines Hauses.

Damit stellt sich die Frage nach dem  Komfort. Verschattung, Alarmanlage, Licht – es gibt viele elektrisch betriebene Funktionen im Haus. Vorteilhaft für die Hausbewohner ist es, wenn die Bedienung möglichst zentral (z.B. über Handy) und einfach ist. Hier gibt es intelligente Systeme auf Leitungs- oder Funkbasis (sogenannte Bus-Systeme), die einem das Leben erleichtern.

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