Wie man Möbel mit Fliesen aufwertet

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In Küche und Bad sorgen Fliesen für Hygiene. Dank ihrer hohen Feuchtigkeitsresistenz macht ihnen auch Luftfeuchtigkeit nach dem Kochen oder Baden nichts aus. Ob am Boden oder an der Wand: Das Spektrum an Fliesendesigns ist heutzutage umfangreich. Von Vinyl- über Holzoptik bis hin zum Natursteinlook – die keramischen Oberflächen passen sich an jeden ästhetischen Anspruch an. Wegen ihrer unkomplizierten Verlegung, ihrer hohen Funktionalität und ihrer zahlreichen Designs bleiben ihre Einsatzmöglichkeiten nicht auf die Nassräume des Hauses begrenzt. Beim Heimwerken eröffnen sich grenzenlose Verwendungsmöglichkeiten für die vielseitigen Kacheln. Zum Beispiel im Upcycling. Immer öfter individualisieren Heimwerker alte Möbel, indem sie die Oberflächen fliesen.

Upcycling mit Fliesen: Alte Möbel im Kachelkleid

Das Sideboard im Wohnraum langweilt. Vielleicht macht auch der Tisch in der Küche oder auf der Terrasse nicht mehr viel her. In Zeiten der Nachhaltigkeit will man in die Jahre gekommene Möbelstücke trotzdem nicht entsorgen. Eine Alternative ist Upcycling. Mit etwas Geschick kann man altem Mobiliar kostengünstig und ohne viel Aufwand ein neues Gesicht verleihen. Bei der letzten Badezimmerrenovierung sind Fliesen übriggeblieben? Das trifft sich gut. Wie wäre es mit einem Fliesenkleid für die alten Möbelstücke? Der strapazierfähige Oberflächenbelag war schon vor Jahrzehnten auf Möbeln zu finden. Man denke an Großmutters Kacheltisch.

Die Zeiten ändern sich und so hat sich auch die Gestalt von Kachelmöbeln verändert. Heutige Fliesenmöbel bestechen durch frisches Design und sind ein echter Blickfang. Beim Upcycling gilt das nur, wenn Heimwerker das Fliesen ihrer alten Möbel richtig angehen. Wichtig ist hierbei nicht nur die Form des Möbelstücks. Unbedingt beachtenswert ist beispielsweise auch der Bestimmungsort des Mobiliars. Denn Heimwerker müssen abhängig von den Witterungsbedingungen den richtigen Fliesenkleber wählen.
Was gibt es beim Fliesen alter Möbel sonst noch zu beachten?

1. Welche Möbelstücke sich für Fliesen anbieten

Grundsätzlich kann man fast jedes Möbelstück mit Fliesenbelag versehen. Allerdings macht Übung den Meister. Deshalb entscheiden sich blutige Anfänger am besten nicht gleich für die schwierigsten Möglichkeiten. Am Anfang hat das Mobiliar der Wahl idealerweise einfache Formen. Rechteckige Tischplatten mit ebenen Oberflächen oder geradlinig geschnittene Boards eignen sich optimal. Schwieriger sind Möbel wie Stühle oder andere Objekte mit einer komplizierten Form. Beim Upcycling solchen Mobiliars müssen Heimwerker die Form der Fliesen vor dem Kleben öfter anpassen. Dadurch entsteht viel Verschnitt, wodurch sie einen hohen Materialverbrauch einplanen müssen. ist. Auch die Mehrarbeit ist nicht zu unterschätzen.

2. So arrangiert man Kacheln auf Möbelstücken

Wer schon mal das Badezimmer oder die Küche gefliest hat, kennt sich mit dem Arrangieren theoretisch aus. Beim Fliesen von Möbelstücken müssen Heimwerker die Fliesenelemente in der Regel häufiger zuschneiden als normale Boden- oder Wandkacheln. Ist passendes Mobiliar gefunden, am besten erst zur Probe die Fliesen darauf auslegen. So lässt sich erkennen, ob im Hinblick auf die Größe und Zusammenstellung noch Anpassungen erforderlich sind. Je kleiner die Kacheln, desto besser eignen sie sich als Möbelbelag. Falls einzelne Elemente trotzdem eine Anpassung brauchen, einfach zur Fliesenzange greifen. Bei größeren Kacheln mit einem Fliesenschneider anritzen und über einer Kante entzweibrechen.

3. Wie man Fliesen auf Möbeln verklebt

Sind die Fliesen zugeschnitten, geht es ans Verkleben. Hierzu mit einem Zahnspachtel Fliesenkleber auftragen und gleichmäßig verteilen. Wegen der kurzen Aushärtungszeit bestreichen Heimwerker am besten immer nur so viel Fläche, wie sie zügig belegen können. Beim Kleben die Kacheln leicht ins Kleberbett drücken. Mosaikfliesen werden mit einem Brett so gleichmäßig wie möglich ausgerichtet. Kleinere Ungenauigkeiten kommen vor und sind kein Grund zur Sorge. Größeren Versatz müssen Heimwerker korrigieren, bevor der Kleber getrocknet und ausgehärtet ist.

4. So gelingt das Verfugen

Für viele ist das Verfugen die unliebsamste aller Arbeiten. Erst zwölf Stunden nach dem Kleben der Kacheln geht es damit los. Dazu nach Anleitung den Mörtel zusammenmischen und anschließend per Gummiabzieher in die Fugen wischen. Am besten erfolgt dies diagonal zur Fuge. Andernfalls entstehen leicht Lücken. Wo zu viel Mörtel aufgetragen wurde, wischt man mit einem feuchten Schwamm drüber. Nach etwa einer Viertelstunde sollten die Fugen trocken sein. Jetzt ist es Zeit für den Feinschliff. Ein weiches Baumwolltuch zur Hand nehmen und die Fliesenfläche aufpolieren.

Fazit

Dank der breiten Auswahl an Formen, Farben und Verlegemustern ermöglichen Fliesen die Verwirklichung unterschiedlichster Ideen. Ob zeitlos und klassisch oder bunt gemustert: Akzente setzen die pflegeleichten Keramik-Elemente allemal. Sogar eigene Konfigurationen sind heutzutage möglich. Wer nicht nur Wände oder Böden, sondern auch Möbel fliesen will, hat dementsprechend viele Möglichkeiten. Gerade wieder voll im Trend liegen kleinkarierte Fliesen-Designs, die schon in den 1970er Jahren viele Tische geziert haben.

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