Was ist bei Badezimmersanierung zu beachten?

Die Sanierung eines Badezimmers sollte immer überlegt und mit Bedacht angegangen werden. Erst nach einer Bestandsaufnahme können Sie die eigentliche Badsanierung planen und dafür sorgen, dass Ihr Bad nicht nur zu einem Ort der Erholung wird, sondern auch den geltenden Vorschriften entspricht. Dabei sind einige Punkte besonders zu beachten.

Holen Sie sich Inspirationen für Ihr Traumbad

Ein Badezimmer zu sanieren, klingt erst einmal einfach. Doch für eine Veränderung benötigen die meisten Menschen Inspirationen. Suchen Sie also nach verschiedenen Badezimmern, vergleichen Sie die Stile, die Materialien und Möbel und schauen Sie, welches Badezimmer zu Ihnen passt. Sie können auch die verschiedenen Elemente miteinander kombinieren. Suchen Sie sich die Möbel und Installationen in Gedanken aus und notieren Sie diese. Denken Sie jedoch daran, dass Sie beim Platz limitiert sind und sich an Industriestandards halten sollten.

Beachten Sie die wichtigen Industriestandards für Badezimmer

Wenn Sie nun, egal ob digital oder per Millimeterpapier damit beginnen, die Möbel und Installationen im Badezimmer zu platzieren, sollten Sie immer daran denken, dass es bestimmte Standards gibt, welche einzuhalten sind. Dies ist wichtig, damit das Bad unter anderem auch barrierefrei genutzt werden kann und Sie auch im Alter noch von Ihrem neuen Badezimmer profitieren. So sollten vor dem WC und auch vor dem Waschbecken mindestens ein Raum von einem Meter Breite und 75 cm Tiefe frei bleiben, sodass hier ausreichend Bewegungsspielraum gesichert ist. Zwischen allen Sanitärgegenständen sollten zudem Abstände von 20 cm eingehalten werden. Auch bei der Höhe des WCs und des Waschtisches gibt es geregelte Vorgaben. Hier ist es am besten sich an der Richtlinie VDI 6000 Blatt 1 zu orientieren. So sollte die Oberkante des WCs ohne Deckel bei einer Höhe zwischen 41 und 45 cm liegen. Die Höhe des Waschtisches wird mit einer Höhe zwischen 85 und 90 cm angegeben. Innerhalb dieser Richtlinien können Sie nun Ihrer Fantasie und Vorstellungskraft freien Raum lassen und sich eine eigene Wohlfühl-Oase erschaffen, welche Sie täglich begeistern wird.

Die aktuelle Bestandsaufnahme – was muss saniert werden?

Bevor Sie die Badsanierung planen können, sollten Sie zunächst einmal die Bestandssituation im Badezimmer genauer unter die Lupe nehmen. Beginnend dabei mit den bereits fest vorhandenen Bereichen. Gibt es Dachschrägen im Raum, welche beispielsweise die Installation einer Dusche oder Toilette erschweren? Gibt es Fenster im Badezimmer und sind diese noch in einem ausreichend guten Zustand? Auch die Tür des Badezimmers sollte einer Inspektion unterzogen werden. Schließt die Tür nicht gut ab, entweichen Feuchtigkeit und Wärme aus dem Raum, was unter anderem zu Schimmelbildung in anderen Teilen der Wohnung führen kann.

Bereits vorhandene Sanitärinstallationen und deren Anschlüsse

Im nächsten Schritt sollten Sie die bereits verbauten Sanitärinstallationen unter die Lupe nehmen. Dusche, Badewanne, Waschbecken und Toilette, aber auch die Heizkörper sollten auf ihre Funktionalität überprüft werden. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie keine der Elemente behalten möchten, sollten Sie die Anschlüsse genauer unter die Lupe nehmen. Denn diese müssten bei einer Neugestaltung des Badezimmers bei Bedarf verlegt werden. Dies kann mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden sein.

Die Elektroinstallationen des Badezimmers

In den meisten Badezimmern ist die Luftfeuchtigkeit ein ernsthaftes Problem. Diese kann unter anderem dafür sorgen, dass die Elektroinstallationen im Badezimmer schneller überaltern und aus diesem Grund in jedem Fall überprüft werden sollten. Dabei spielen nicht nur die Anschlüsse für die Beleuchtung, sondern auch Steckdosen eine wichtige Rolle. Bedenken Sie, dass Sie bei einer Neugestaltung des Badezimmers auch die Position der Steckdosen verändern müssen. In der Regel werden in der Nähe des Waschbeckens mindestens zwei Steckdosen benötigt. In modernen Badezimmern können Sie auch Kombi-Steckdosen mit USB-Anschluss wählen, sodass die Mobilgeräte auch im Bad betrieben werden können. Bei allen Planungen und Arbeiten im Elektro-Segment sollten Sie sich zudem immer von einer erfahrenen Fachfirma unterstützen lassen. Denn besonders in Badezimmern können Fehler in der Elektrik und der Verkabelung schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Machen Sie sich also Gedanken über die Anzahl und die Art der Steckdosen und auch der Beleuchtung. Vor allem in Badezimmern mit Badewanne oder auch Whirlpool-Wanne kann eine indirekte Beleuchtung als sehr angenehm empfunden werden. Auch eine solche muss vom Fachmann korrekt installiert und montiert werden.

Die finanziellen Aspekte einer Badrenovierung

Für eine Badrenovierung einen preislichen Rahmen anzugeben, ist pauschal leider nicht möglich. Denn allein durch die Auswahl der Materialien können erhebliche Preisunterschiede entstehen. Aus diesem Grund sollten Sie sich einen finanziellen Rahmen abstecken und versuchen, unterhalb der Obergrenze bei der gesamten Planung zu bleiben. Denn es kann immer zu unvorhergesehenen Kosten kommen, welche ansonsten das Budget sprengen würden. Ein Beispiel sind veraltete Verkabelungen, welche vollständig ausgetauscht werden müssen. Vor allem bei Altbauten kann es hier zu einem erheblichen Mehraufwand kommen, welcher den Kostenrahmen insgesamt in die Höhe treibt. Denn nicht nur die Möbel und die wichtigen Elemente im Badezimmer kosten Geld, sondern auch die notwendigen Arbeiten. Diese sollten bei der Budgetplanung in jedem Fall mitberücksichtigt werden. Vor allem dann, wenn beispielsweise noch Leitungen verlegt und verändert werden müssen.

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