Eine bodengleiche Dusche richtig planen

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Eine bodengleiche Dusche bietet hohen Komfort und will gut geplant sein. Im Interview beantwortet Marcel Helms, Produktmanager Smart Components bei Viega, die wichtigsten Fragen und gibt euch hilfreiche Tipps rund ums Thema bodengleiche Duschen.

Kann eine bodengleiche Dusche überall eingebaut werden?

Im Neubau kann eine bodengleiche Dusche im Prinzip überall eingebaut werden. Ganz gleich ob im Keller oder unter dem Dach, im Badezimmer oder im Schlafzimmer. Der Architekt muss es nur im Vorhinein wissen und entsprechend planen. Anders sieht es im Bestand aus. Dort muss eine gewisse Aufbauhöhe vorhanden sein und es müssen möglichst flache Abläufe eingesetzt werden. Wir bieten deshalb bei unserer Duschrinne Advantix Cleviva speziell für die Sanierung ein Modell mit besonders niedriger Aufbauhöhe an. In Kombination mit unserem Wellenablauf kann so auch im Bestand das benötigte Gefälle realisiert werden und das Wasser einwandfrei abfließen.

Was ist besser: Duschwanne oder eine geflieste bodengleiche Dusche?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Es kommt schlussendlich darauf an, welche individuellen Anforderungen und Wünsche zu berücksichtigen sind. Persönliche Vorstellungen hinsichtlich Größe, Form und Stilrichtung können mit gefliesten Duschen besser umgesetzt werden. Sie sind auch trittsicherer und eher mit einem Rollstuhl befahrbar. Die Basis im sprichwörtlichen Sinne bildet bei beiden Systemen hingegen ein fachmännisch abgedichteter Boden. Bei der Installation einer Duschrinne bedarf es jedoch einer guten Abstimmung zwischen Installateur und Fliesenleger. Damit hier nichts schief gehen kann, haben wir ein montagefertiges Komplettsystem entwickelt.

Advantix Cleviva

Wie viel Platz sollte für eine bodengleiche Dusche eingeplant werden?

Rein technisch gesehen ist keine Mindestgröße vorgegeben. Zumindest nicht, wenn man sich für eine geflieste Fläche entscheidet. Unsere Duschrinne Advantix Cleviva kann zum Beispiel bis auf 300 Millimeter gekürzt werden. So lange man sich gut in der Dusche bewegen kann, ist im Endeffekt alles möglich. Anders sieht es hingegen bei barrierefreien Duschen aus. Hier greift die DIN 18040-2. Sie schreibt ein Mindestmaß von 120 x 120 Zentimeter vor, um gut beispielsweise mit einem Rollator rangieren zu können.

Wie groß muss das Gefälle bei einer bodengleichen Duschfläche sein?

Damit das Wasser sicher abfließen kann, wird ein Gefälle von circa zwei Prozent empfohlen. Ansonsten kann es zur Bildung von Pfützen und im schlimmsten Fall zu einer Überschwemmung kommen. Neben dem Gefälle sollte aber auch die in der DIN EN 1253 geforderte Anstauhöhe und der daraus berechneten Abflusswert im Auge behalten werden. Denn gerade wenn Duschrinnen zum Raum hin eingebaut werden, muss verhindert werden, dass zu schnell fließendes Wasser über den Ablauf hinausschießt. Wir haben deshalb unsere Duschrinne Advantix Cleviva mit einem integrierten Gefälle und einem darunter liegenden zentralen Bodenablauf ausgestattet.

Wie breit sollte der Zugang zur Dusche gewählt werden?

Meiner Ansicht nach sollte er mindestens 80 Zentimeter betragen. Sind Rollstuhlfahrer im Haus müssen es mindestens 90 Zentimeter sein, aber in einem barrierefreien Bad ist ja so oder so eine Mindestbreite von 120 Zentimeter vorgeschrieben.

Alle Fotos: Viega

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