Schutz vor Sonne und Hitze: Das Haus sicher machen

Jalousien und Rollos können die Zimmer Ihres Hauses vor der Sommerhitze schützen. © unsplash.com, Christopher Lemercier

Vor allem nach einem kalten und harten Winter sehen wir uns wieder nach milderen Temperaturen und Sonnenschein. Wenn der Sommer dann da ist, wünschen wir uns jedoch oft wieder genau das Gegenteil. Im Hochsommer ist die Hitze oft kaum aushaltbar. Hier ist ein guter Hitzeschutz für das Haus nötig. Mit ein paar kleineren Maßnahmen lässt sich oft schon eine große Wirkung erzielen. Natürlich können Sie bereits beim Bau ihrer Immobilie darauf achten. Oft ist es leider aber zu spät und Sie müssen nachträglich agieren. Wir haben einige Tipps für Sie gesammelt, wie sie selbst im heißesten Sommer in Ihrer Wohnung einen kühlen Kopf bewahren.

Abdunkelung von außen

Im Prinzip ist es eine ganz einfache Rechnung: Wenn die Strahlen der heißem Sonne im Sommer auf ihre Fensterscheibe treffen, dann wird die Wärme nach innen geleitet. Ihre Kann die Sonne ungehindert auf das Glas auftreffen und halten Sie die Fenster im Haus geschlossen, dann verhält sich ihr Wohnraum ähnlich wie ein Backofen und heizt sich auf.

Besonders effektiv schützen hier Rollläden und Jalousien. Sie sollten unbedingt außen angebracht sein. Wichtig dabei ist, dass Sie die Fensterscheibe komplett abdecken, sodass keine Sonne auf das Glas treffen kann. Sind nur Abdeckungen im Innenbereich vorhanden, sollten Sie nach außen hin zumindest silberfarben sein, um einen Teil der Hitze zu reflektieren.

Terrasse und Außenbereich vor Sonne schützen

Im Sommer halten wir uns oft draußen im Garten auf. Wenn es Ihnen ähnlich geht, sollten Sie auch in ihrem Außenbereich entsprechend vorsorgen. Sie sollten nämlich vor allem im Hochsommer nicht länger als 15 Minuten direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Ansonsten könnte Ihre Haut Schäden davontragen. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie im Südlichsten Deutschland leben oder beispielsweise im Norden in Kiel, Sonnenschutz benötigen Sie ohnehin.

Schaffen Sie sich also Schatten für Ihre Terrasse mit entsprechenden Markisen. So ein Sonnenschutz lässt sich ganz nach Bedarf aus- und einfahren. Selbst wenn die Sonne von der Seite auf Sie einstrahlt, gibt es entsprechende Lösungen für Ihr Zuhause.

Spiegelnde Folie für größere Fenster

Oft reichen beispielsweise bei Wintergärten Markisen oder Rollos nicht mehr aus. Dann empfehlen sich sogenannte Spiegelfolien. Die werden außen an den Fenstern angebracht. Sie halten die Sonne von außen ab, sind aber dennoch transparent. Allerdings dunkeln sie den Raum dahinter sehr stark ab, weshalb sie wirklich nur bei größeren Fensterflächen zu empfehlen sind. Neben dem Schutz vor der Hitze bieten solche Folien einen zusätzlichen Sichtschutz von außen.

Ventilator statt Klimaanlage

Ventilatoren bieten zwar nicht unbedingt eine Kühlung der Luft, dafür sorgen sie aber für eine Bewegung. Vor allem dann, wenn Sie wegen der hohen Temperaturen keine Fenster öffnen können. Normalerweise steht die Luft in den Räumen bei Temperaturen jenseits der 30 Grad.

Ein Ventilator sorgt dafür, dass sich die Luft innerhalb der Räume durchmischt. © unsplash.com, Filios Sazeides

Wer das Geld hat, kann sich natürlich auch eine Klimaanlage anschaffen. Allerdings sind sie verlässliche Modelle nicht gerade günstig in der Anschaffung. Außerdem fressen Sie eine Menge Strom.

Hausstaub-Allergiker sollten von beidem er die Finger lassen, wenn sie nicht ausdrücklich für sie geeignet sind. Normale Geräte wirbeln zu viel Staub durch die Gegend, was die heiße Luft noch zusätzlich belastet.

Richtiges Lüften schont zusätzlich die Bausubstanz

Ein gute Austausch der Raumluft ist vor allem im Sommer sehr wichtig. Tagsüber ist das Lüften wohl kaum möglich, da nur heiße Luft in die Wohnung gelangen würde. Deshalb sollten Sie so früh wie möglich sämtliche Fenster Ihres Hauses weit aufreißen, und zwar dann, wenn die Temperaturen noch relativ niedrig sind.

Mindestens 10 Minuten werden alle Wohnräume quer gelüftet. Für den Rest des Tages sollten die Fenster geschlossen bleiben. Erst am Abend, wenn es dunkel ist und die Temperaturen wieder erträglich sind, sollte erneut gelüftet werden. Wenn Sie möchten können Sie die Fenster in der Nacht auch einfach offen lassen.

Richtiges Lüften ist jedoch nicht nur im Sommer, sondern zu jeder Jahreszeit wichtig. Wenn Sie nämlich im Winter für einen guten Luftaustausch sorgen, können Sie unter anderem Schimmel in Ihren Wohnräumen vorbeugen.

Unnötige Elektrogeräte ausschalten

In der heutigen Zeit wird fast alles elektronisch betrieben. Aber diese Geräte geben während ihres Betriebes zusätzlich Wärme ab. Das können beispielsweise Netzteile von Computern sein oder Ähnliches. Schalten Sie diese ab, sofern sie nicht in Benutzung sind. Selbst ein paar Grad können im heißesten Hochsommer eine Erleichterung bringen. Achten Sie zudem darauf, dass sich die Geräte nicht im Standby-Modus befinden. Selbst dann strahlen sie noch Wärme aus.

Zimmerpflanzen sorgen für Sauerstoff

Sauerstoff ist wichtig für unser Gehirn und gerade bei großer Hitze können wir gar nicht genug davon bekommen. Mit bestimmten Zimmerpflanzen können Sie Ihre Räume mit mehr Sauerstoff versorgen und sie sogar ein wenig runterkühlen. Vor allem Pflanzen mit großen grünen Blättern können dabei helfen. Beispielsweise Ficus, Aloe oder Farn sorgen dafür, dass CO2 in Sauerstoff umgewandelt wird. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig, denn das Gießwasser verdunstet zu einem Großteil und wird ebenfalls in die Luft abgegeben. Das sorgt für zusätzliche Abkühlung.

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