Kunstrasen im Garten – Vorteile, Nachteile & Tipps

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Der Garten bietet die besten Möglichkeiten für alles, was das Leben schöner macht: Entspannung, Ruhe, Genuss und Ausgeglichenheit. Mit Liebe und Hingabe beschäftigen sich viele Gartenbesitzer mit der Gestaltung des Gartens, um einen lebenswerten Wohlfühlort zu schaffen. Oft kommen folgende Fragen auf: Ist das Anlegen eines Kunstrasens eine Option? Welche Vorteile bringt ein Kunstrasen mit sich? Was ist bei der Wahl und beim Verlegen zu beachten? Diese und weitere spannende Aspekte beleuchten wir jetzt.

Was ist ein Kunstrasen?

Der künstliche Rasen stellt eine naturgetreue Nachbildung dar. Der getuftete Teppich besteht aus Kunststoff. Die hergestellten Halme, die meist aus Polyester oder Polypropylen bestehen, bilden eine authentische Rekonstruierung eines echten Rasens. Je nach Eigenschaften und Beschaffenheit findet man den Kunstrasen in verschiedenen Bereichen wieder. Dazu gehören beispielsweise Bereiche im Sport, Wellness, Event-/Veranstaltungssektor und Garten-/Landschaftsbau.

Welche Vorteile bietet der immergrüne Rasen?

1. geringer Pflegebedarf und hohes Zeitersparnis

Wenn der Kunstrasen seinen Platz im Garten gefunden hat, braucht dieser kaum noch Pflege. Rasenmähen, bewässern, vertikutieren und düngen gehört der Vergangenheit hat. Ab und zu Laub entfernen und aufbürsten – mehr ist nicht notwendig. So sparen Kunstrasenbesitzer immens viel Zeit. Besonders bei vielbeschäftigten Gartenbesitzern, die so gut wie keine Zeit für die Gartenpflege aufbringen können, ist Kunstrasen eine optimale Alternative. Zu jeder Jahreszeit kann man sich am immergrünen Garten erfreuen. Wenn die Gartenarbeit wegfällt, kann man auf die Anschaffung von Werkzeugen wie Trimmer, Sprenganlage und Rasenmäher verzichten.

2. haptische und optische Vorzüge

Auch bei diesem Aspekt hat Kunstrasen viel zu bieten. Aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit ist das Rasenimitat zu jeder Jahreszeit perfekt grün. Ob Sommer oder Winter – der Rasen bleibt unveränderlich. Naturrasen trocknet bei starker Sonneneinstrahlung aus und muss nach der kalten Jahreszeit wieder aufgebaut werden. Stark genutzte Bereiche, wie beispielsweise unter Klettergerüsten, Trampolinen, Schaukeln und Pools, sehen bei natürlichem Rasen nach einiger Zeit nicht mehr ansprechend aus. Kunstrasen bleibt auch in stark beanspruchten Zonen immer ästhetisch.

Die Halme des Kunstrasens richten sich wieder auf, sodass man nach den Sommermonaten weiterhin einen schönen grünen Rasen unterm Aufstellpool hat. Unkraut und Maulwürfe ärgern viele Gartenbesitzer. Auch aus dieser Perspektive gewinnt der künstliche Rasen, da die widerstandsfähige Unterseite das Durchwachsen von Unkraut verhindert. Deshalb haben auch die Maulwürfe keine Chance, ihre Hügel zu bauen. Legt man ein Vlies unter den Rasen, lässt sich dieser Vorteil noch verstärken.

3. umweltschonend und energiesparend

Kunstrasen ist umweltfreundlicher und ressourcenschonender als natürlicher Rasen. Auch wenn das im ersten Moment schwer zu glauben ist, stellt der Kunstrasen in der Unterhaltung die nachhaltigere Lösung dar. Wenn Gartenbesitzer ihren Naturrasen grün und frisch halten möchten, müssen sie eine entsprechende Menge Wasser verbrauchen. Dieser Rohstoff wird jedoch immer knapper. Deshalb ist Kunstrasen in diesem Punkt umweltfreundlicher. Das Rasenmähen entfällt, sodass keine kraftstoffbetriebenen oder elektrischen Geräte zum Einsatz kommen. Zudem entsteht kein Abfall, da der Kunstrasen ohne Mahd auskommt. Um ein ästhetisches Aussehen des Naturrasens sicherzustellen, ist eine regelmäßige Düngung unabdingbar. Das ist oft alles andere als umweltschonend, weil chemische Düngemittel ins Grundwasser gelangen. Das gefährdet die Trinkwasser- und Bodenqualität.

Vorteile auf einem Blick

  • kein mähen, düngen und bewässern
  • deutliches Zeitersparnis
  • wenig Pflegeaufwand
  • keine sperrigen Gartenwerkzeuge
  • immergrün
  • witterungsbeständig
  • Betriebskosten (Strom, Wasser etc.) entfallen
  • ästhetisches, naturgetreues Erscheinungsbild (auch in stark genutzten Bereichen)
  • ressourcenschonend und umweltfreundlich
  • optimal für Allergiker
  • Wühlratten und Maulwürfe bleiben fern

Welche Nachteile bringt Kunstrasen mit sich?

  • hohe Anschaffungskosten
  • Reinigungsaufwand bei starker Verschmutzung
  • minderwertiger Rasen fühlt sich unangenehm an
  • entflammbares Material
  • kein sommerlicher Geruch nach frisch gemähtem Gras
  • sieht nicht ganz so authentisch aus wie Naturrasen

Was sollte man bei der Wahl des Kunstrasens beachten?

Die Wahl des Rasens lässt sich vom Verwendungszweck ableiten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Zierrasen, Rasen für Camping und Balkon, Spielrasen und Premiumrasen. Eine Beratung beim Experten ist immer hilfreich, damit Gartenbesitzer die optimale Entscheidung treffen können. Die Verlockung liegt oft nahe, zu günstigen Produkten zu greifen. Hierbei besteht das Risiko, dass die Freude am Kunstrasen nicht lange andauert. Billige Kunstrasen sehen meist sehr unnatürlich aus und das Barfußlaufen ist recht ungemütlich.

Kunstrasen verlegen – mit gezielter Vorbereitung zum perfekten Anblick

Damit der Rasen optimal liegt und dauerhaft schön aussieht, braucht es den richtigen Untergrund. Der Kunstrasen darf nicht direkt auf dem Erdboden liegen. Da er das Wasser nicht ableiten kann, führt das bei falschem Verlegen oft zu Problemen durch Nässe. Zudem ist die Bodenfläche nie vollkommen eben. Pflastersand eignet sich beispielsweise sehr gut, um einen optimalen Untergrund zu schaffen. Dieser Untergrund sorgt auch bei starker Beanspruchung des Kunstrasens dafür, dass der Rasen glatt und ohne Einbuchtungen bleibt. Wenn Kinder die Zeit im Garten genießen, wird der Rasen meist sehr strapaziert. Ein Stabilisierungstuch, das sich zwischen Untergrund und Rasen befindet, sorgt für Langlebigkeit der grünen Fläche. Vor dem Verlegen wird das Gras sorgfältig entfernt. Das ist wichtig, damit Bodenunebenheiten bestmöglich ausgeglichen sind. Es lohnt sich, beim Kauf auf gute Qualität zurückzugreifen. Billige Rasen halten starken Witterungsschwankungen nicht lange Stand.

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Tipps zum Verlegen des Kunstrasens

Der passende Kunstrasen liegt bereit und der Untergrund stimmt. Nun geht es ans Verlegen. Folgende Dinge sind besonders wichtig, damit der neue Rasen rundum Freude bereitet.

1. Das Glattziehen des Rasens nach dem Ausrollen ist der erste Schritt. Mit einer zweiten Person geht es schneller und besser. Eine spätere Korrektur ist schwierig oder sogar unmöglich.
2. Wenn mehrere Bahnen notwendig sind, sollten alle in eine Richtung verlegt werden. Das ergibt ein schönes und gleichmäßiges Bild.
3. Damit der Rasen nicht verrutschen kann, lohnt sich der Kauf spezieller Kunstrasenanker. Die Anker lassen den Rasen fest sitzen. Das Anbringen sollte ringsherum in regelmäßigen Abständen erfolgen.
4. Vor der ersten Benutzung des Kunstrasens sorgt das Bürsten mit einem harten Besen dafür, dass die Halme schön aufgerichtet sind.

Fazit

Für Gartenbesitzer, die sich nicht ständig mit der Pflege des Rasens auseinandersetzen wollen und sich dafür viel Zeit zum Genießen wünschen, erweist sich Kunstrasen als eine gute Wahl. Kunstrasen ist pflegeleicht, umweltschonend und immergrün. Hochwertige Produkte sorgen für ein ästhetisches und naturgetreues Erscheinungsbild. Kunstrasen kann man selbst verlegen. Dennoch lohnt es sich, einen Experten zu Rate zu ziehen. So lassen sich Fehler umgehen und Gartenbesitzer haben lange Freude am Kunstrasen.

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